Windows für Smartphones & kleine Tablets kostenlos

Microsoft hat heute bekanntgegeben, dass Windows ab sofort für Geräte mit Display-Diagonalen von weniger als neun Zoll kostenlos abgegeben werden soll. Dies schließt neben Windows 8.1 auch Windows Phone 8 und 8.1 mit ein.
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Microsoft

Gratis-Windows bei passender Größe

Wie das Unternehmen anlässlich der BUILD 2014 Eröffnungsveranstaltung verlauten ließ, will man Windows - und zwar allen Varianten von Windows - mit sofortiger Wirkung für Geräte mit einer Display-Größe unterhalb von 9 Zoll kostenlos verfügbar machen. Damit werden nun also die Lizenzen für Tablets mit 8- und 8,9-Zoll-Displays an die Hersteller ohne Kosten abgegeben. Windows PricingMicrosoft streicht Windows-Lizenzgebühr für Smartphones & kleine Tablets Gleichzeitig fällt auch die Lizenzgebühr für Windows Phone weg, so dass die Hersteller ab sofort keine Kosten mehr haben, wenn sie das mobile Betriebssystem von Microsoft auf ihren mobilen Geräten installieren wollen. Wahrscheinlich will Microsoft mit der Streichung der Lizenzgebühren für kleine Tablets und Smartphones auch deren Absatz ankurbeln.

Kostenlose Lizenzen sorgen für günstige Geräte

Gerade die seit einigen Monaten von verschiedenen Herstellern erhältlichen 8-Zoll-Tablets erfreuen sich bereits einiger Beliebtheit und werden auch wegen ihrer recht niedrigen Preise gut verkauft. Durch den Wegfall der Lizenzgebühr für Windows könnten die Hersteller dieser Produkte nun einerseits auf größere Margen hoffen, haben aber andererseits auch mehr Spielraum, um den Einstiegspreis weiter zu drücken. Dadurch kommt die 200-Euro-Marke für derartige Geräte wohl in greifbare Nähe.

Im Fall von Windows Phone kann Microsoft durch den Verzicht auf Einnahmen aus der Abgabe von Lizenzen für sein mobiles Betriebssystem einen neuen Anreiz schaffen, um Gerätehersteller zur Entwicklung und dem Vertrieb eigener Smartphones zu bringen.

Kombiniert mit einem OEM-Programm, das in Zusammenarbeit mit Qualcomm und einem Vertragsfertiger umgesetzt wird, macht man es kleineren Marken dadurch extrem leicht, neue Smartphones mit Windows Phone einzuführen.

Um dennoch Einnahmen zu erzielen, setzt Microsoft nun offenbar auf eine größere Verbreitung der mit seinen Betriebssystemen ausgerüsteten Geräte, um so die Zahl der Nutzer von Diensten wie Office 365, Skype und OneDrive zu steigern. Generell verlagert man dadurch die Quelle der Einkünfte weg von Windows und dessen Lizenzkosten hin zu Diensten.
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