Seltene Erden-Blockade:
WTO tadelt China
China hat sich wegen seiner Blockade von Seltene Erden-Exporten eine Rüge der Welthandelsorganisation WTO eingehandelt. Diese will es nicht hinnehmen, dass das Land andere mit seinem Monopol unter Druck setzt.
Fast die gesamte Menge aller Metalle aus der Gruppe der Seltenen Erden auf dem Weltmarkt stammen seit einiger Zeit aus China. Der Staat hatte vor einiger Zeit angekündigt, die Exporte zu beschränken, da man erst einmal den eigenen Bedarf decken wolle. In der Elektronikbranche befürchtete man daraufhin Engpässe, da die fraglichen Materialien für eine ganze Reihe von Erzeugnissen unbedingt benötigt werden.
Im Jahr 2010 hatte China begonnen, die Ausfuhr der Materialien zu beschränken. Vor der WTO argumentierte das Land einerseits mit dem eigenen Bedarf. Außerdem könne man den Abbau nicht einfach weiter ausbauen, da dies zu starke Konsequenzen für die zukünftige Verfügbarkeit der Ressourcen und die Umwelt habe. Die Weltmarktpreise verdoppelten sich seitdem. Die anderen Industriemächte sahen darin hingegen lediglich einen Versuch Chinas, die anderen Länder unter Druck zu setzen und die eigene Stellung im internationalen Konkurrenzkampf zu stärken.
Gänzlich unschuldig an der Situation sind die anderen Länder allerdings nicht. Die Förderung und Aufbereitung der Seltenen Erden-Metalle ist aufwändig, teuer und belastet die Umwelt. Immer mehr Staaten zogen sich daher aus dem Bereich zurück und überließen China das Feld, wo die Arbeitskräfte billig und die Umweltauflagen niedrig waren. Erst nach der Ankündigung Chinas begann man beispielsweise in den USA wieder hektisch daran zu arbeiten, die eigene Produktion wieder aufleben zu lassen.
USA, EU und Japan fühlen sich schlecht behandelt
"Das heutige Urteil der WTO zu den Seltenen Erden zeigt, dass ein einzelnes Land die Rohstoffe nicht auf Kosten der anderen WTO-Partner vom Weltmarkt zurückhalten darf", kommentierte EU-Handelskommissar Karel De Gucht laut Reuters die Entscheidung. Die USA, die EU und Japan hatten mit ihrer Beschwerde somit Erfolg.Im Jahr 2010 hatte China begonnen, die Ausfuhr der Materialien zu beschränken. Vor der WTO argumentierte das Land einerseits mit dem eigenen Bedarf. Außerdem könne man den Abbau nicht einfach weiter ausbauen, da dies zu starke Konsequenzen für die zukünftige Verfügbarkeit der Ressourcen und die Umwelt habe. Die Weltmarktpreise verdoppelten sich seitdem. Die anderen Industriemächte sahen darin hingegen lediglich einen Versuch Chinas, die anderen Länder unter Druck zu setzen und die eigene Stellung im internationalen Konkurrenzkampf zu stärken.
Gänzlich unschuldig an der Situation sind die anderen Länder allerdings nicht. Die Förderung und Aufbereitung der Seltenen Erden-Metalle ist aufwändig, teuer und belastet die Umwelt. Immer mehr Staaten zogen sich daher aus dem Bereich zurück und überließen China das Feld, wo die Arbeitskräfte billig und die Umweltauflagen niedrig waren. Erst nach der Ankündigung Chinas begann man beispielsweise in den USA wieder hektisch daran zu arbeiten, die eigene Produktion wieder aufleben zu lassen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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