Neelie Kroes: WLAN-Hotspot-Preise sind Wegelagerei
Neelie Kroes, die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, hat sich während einer Flugreise über die Preise für die Nutzung von Hotspots aufgeregt. Über ihren Twitter-Account machte sie sich Luft.
Der Kragen platze ihr auf dem Flughafen Düsseldorf. Was die Hotspot-Betreiber dort von den Fluggästen für den Zugang zum Internet verlangen, sei regelrechte Wegelagerei, schimpfte die EU-Kommissarin. "Wir zahlen schon hohe Gebühren für die Nutzung von Flughäfen, im Jahr 2014 erwarten die Menschen Konektivität", so Kroes.
Um am Düsseldorfer Flughafen für eine Stunde auf einen drahtlosen Internet-Zugang zugreifen zu können, sollte sie sechs Euro zahlen. "Dagegen wirkt sogar Roaming billig", so die Politikerin. Kroes arbeitet seit Jahren in harter Auseinandersetzung mit den Mobilfunkkonzernen daran, die Roaming-Gebühren innerhalb Europas immer weiter zu deckeln und in absehbarer Zeit komplett abzuschaffen.
Allerdings schaltete sich der Betreiber des Flughafens in Brüssel in die Unterhaltung ein und erklärte, dass man zumindest für 30 Minuten einen Gratis-Zugang anbiete. Dies wiederum rief andere Nutzer auf den Plan, die kritisierten, dass man sich dafür erst aufwändig registrieren müsse, was wiederum viel Zeit in Anspruch nimmt.
Für die Verbraucher bleibt nun allerdings zu hoffen, dass ein Effekt eintritt, der bereits öfters zu beobachten war, wenn Politiker in entscheidenden Positionen plötzlich selbst mit Missständen in Berührung kamen: Vielleicht greift Kroes das Thema kurzfristig auf, um zumindest eine deutliche Senkung der Preise zu erreichen.
Um am Düsseldorfer Flughafen für eine Stunde auf einen drahtlosen Internet-Zugang zugreifen zu können, sollte sie sechs Euro zahlen. "Dagegen wirkt sogar Roaming billig", so die Politikerin. Kroes arbeitet seit Jahren in harter Auseinandersetzung mit den Mobilfunkkonzernen daran, die Roaming-Gebühren innerhalb Europas immer weiter zu deckeln und in absehbarer Zeit komplett abzuschaffen.
"Nutzer erwarten Gratis-WLAN"
Auf die erstaunte Nachfrage eines Nutzers, ob sie denn noch nie einen Flug von Brüssel aus genommen habe, wo die WLAN-Nutzung wohl kaum billiger sein dürfte, antwortete Kroes, dass es dort natürlich nicht anders sei. Dabei sei es ein Ergebnis jeder Verbraucherstudie zu dem Thema, dass von den Nutzern inzwischen eine kostenlose Zugangsmöglichkeit zu Hotspots an solchen Orten erwartet werde.Allerdings schaltete sich der Betreiber des Flughafens in Brüssel in die Unterhaltung ein und erklärte, dass man zumindest für 30 Minuten einen Gratis-Zugang anbiete. Dies wiederum rief andere Nutzer auf den Plan, die kritisierten, dass man sich dafür erst aufwändig registrieren müsse, was wiederum viel Zeit in Anspruch nimmt.
Für die Verbraucher bleibt nun allerdings zu hoffen, dass ein Effekt eintritt, der bereits öfters zu beobachten war, wenn Politiker in entscheidenden Positionen plötzlich selbst mit Missständen in Berührung kamen: Vielleicht greift Kroes das Thema kurzfristig auf, um zumindest eine deutliche Senkung der Preise zu erreichen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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