Studie: Windows Phone überholt iOS bis 2017

Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes hat eine Analyse zu der Entwicklung der Marktanteile bei mobilen Betriebssystemen veröffentlicht. Der große Gewinner der kommenden Jahre wird demnach Windows Phone sein.
Smartphone, Windows Phone 8, Nokia Lumia 800
Nokia
Windows Phone wird innerhalb des Zeitfensters bis 2017 Apples iOS überholen. Glücken soll das durch die neue Strategie, die Redmond mit ihrem mobilen OS angestoßen hat. Nokia Lumia 1520 Windows Phone scheint endlich einen Fuß in die Tür zu bekommen: die Anteile wachsen in den jüngsten Aufzeichnungen der Marktforscher der IDC (International Data Corporation, USA) zusehends. Das Plus ist vielversprechend.

Nokia hat mit der Lumia-Serie laut Forbes in den USA aktuell eine jährliche Wachstumsrate von 366 Prozent. Verbunden mit den Plänen von Microsoft, künftig weniger Varianten von Windows zu entwickeln und eine bessere Anbindung aller Plattformen (Xbox, PC, Smartphone) zu ermöglichen, scheint der Weg in die starke Verbreitung geebnet.

Forbes glaubt daher eher an einen weiteren Aufstieg, als an einen Rückgang des Wachstums. Und das ist bei weitem nicht aus der Luft gegriffen. Da die Nokia-Übernahme genehmigt ist und Microsoft damit einen Zugriff auf die direkte Hardware-Entwicklung hat, obliegt dem Unternehmen für kommendes Jahr ein wichtiges Instrument - der Preiskampf.

Während Apple sich mit dem iPhone 5c als "Billig-Variante" des iOS-Smartphones allem Anschein nach komplett verzettelt hat, kann Microsoft mit Nokia drei Märkte bedienen. Zum einen geht es um den Einstiegssektor, um günstige Geräte. Aktuell dominiert Googles Android-Betriebssystem, aber eigentlich nur aus Mangel an Alternativen.

Dann der mittlere Sektor: Derzeit tummeln sich viele Geräte im mittleren Preissegment. Allerdings ist dies auch der Markt der Vorgänger-Geräte. Apple und Samsung sind dort mit iPhone 4s und der Galaxy-S3-Reihe erfolgreicher als so manche Neuentwicklung mit ähnlichem Leistungsangebot.

In der High-End-Klasse finden sich Smartphones zu Preisen zwischen 600 und 700 Euro in den Anfangskonfigurationen bei Neuerscheinung.

Für alle drei Klassen dürfte Microsoft neue Pläne in der Schublade haben. Bei Tablets und PCs setzen sie derzeit auf eine groß angelegte Werbekampagne, die die eigenen Geräte mit denen der Konkurrenz vergleicht, wie bei den Chromebooks gegen Windows-8-Notebooks. Für Smartphones sollte mit ähnlichen Vergleichen schnell der Neukundenfang gelingen. Microsoft muss 2014 nutzen, um ihre Geräte nicht nur leistungsmäßig an die Konkurrenz heranzubringen, sondern das Bewusstsein der Qualität und des Funktionsreichtums auch in die Köpfe der Kunden zu bekommen.
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