AVM: IPv6-Bug hebelt Multiplayer bei Xbox One aus
Nutzer von Microsofts neuer Spielekonsole Xbox One können Probleme mit Multiplayer-Spielen haben, wenn ihr Internet-Anbieter auf moderner Grundlage arbeitet. Der Router-Hersteller AVM sorgt hier nun für Abhilfe.
Wie das Unternehmen mitteilt, haben die Entwickler bei Microsoft offenbar nicht darauf geachtet, die Unterstützung von IPv6 gemäß der Standards in die Spielekonsole zu implementieren. Dies dürfte etwas verwundern, da die letzten Ausgaben des Windows-Betriebssystems hier eine einwandfreie Arbeit abliefern.
Um einen möglichst reibungslosen Umstieg von IPv4 auf IPv6 zu gewährleisten, kommen teilweise Tunnel-Protokolle zum Einsatz. So sorgt eine Technologie namens Teredo, die von Microsoft standardisiert wurde, beispielsweise dafür, dass Daten via IPv6 übertragen werden können, wenn der Internet-Anschluss des Nutzers noch mit IPv4 arbeitet. Hier wird dann mit dem Protokoll ein Tunnel bis zum nächsten IPv6-Knoten aufgebaut.
Der Standard sieht vor, dass Teredo vom Router blockiert wird, wenn eine native IPv6-Anbindung vorliegt. Denn das Protokoll tunnelt die Daten nicht nur durch die IPv4-Anbindung sondern auch durch die Firewall, wodurch ein System direkt von außen anzusteuern und damit angreifbarer ist. Hier liegt aber nach Beobachtungen von AVM in der Xbox One ein Fehler vor.
Die Spielekonsole leitet die Multiplayer-Daten demnach wohl immer über Teredo - auch wenn der Nutzer bereits nativ per IPv6 online ist. Da ein Router, der nach den Standard-Spezifikationen arbeitet, das Protokoll in diesem Fall aber blockiert, kann der Nutzer, dessen Provider schon auf das neue Internet-Protokoll umgestellt hat, nicht mehr mit anderen Anwendern zusammen spielen.
"Das jetzige Verhalten der Xbox One ist daher aus heutiger Sicht nicht zukunftsfähig", so die Einschätzung des Router-Herstellers. Hier ist damit zu rechnen, dass Microsoft das Problem in einem der kommenden Firmware-Updates behebt. Bis es soweit ist, bietet AVM den Nutzern seiner FritzBoxen als Workaround einen Router-Patch an. Dieser ermöglicht es, die Teredo-Sperre zu lösen und damit das Multiplayer-Gaming zuzulassen. Die angepasste Software ist für das Modell 7360 bereits verfügbar, bei anderen steht eine Vorabversion zur Verfügung.
Um einen möglichst reibungslosen Umstieg von IPv4 auf IPv6 zu gewährleisten, kommen teilweise Tunnel-Protokolle zum Einsatz. So sorgt eine Technologie namens Teredo, die von Microsoft standardisiert wurde, beispielsweise dafür, dass Daten via IPv6 übertragen werden können, wenn der Internet-Anschluss des Nutzers noch mit IPv4 arbeitet. Hier wird dann mit dem Protokoll ein Tunnel bis zum nächsten IPv6-Knoten aufgebaut.
Der Standard sieht vor, dass Teredo vom Router blockiert wird, wenn eine native IPv6-Anbindung vorliegt. Denn das Protokoll tunnelt die Daten nicht nur durch die IPv4-Anbindung sondern auch durch die Firewall, wodurch ein System direkt von außen anzusteuern und damit angreifbarer ist. Hier liegt aber nach Beobachtungen von AVM in der Xbox One ein Fehler vor.
Die Spielekonsole leitet die Multiplayer-Daten demnach wohl immer über Teredo - auch wenn der Nutzer bereits nativ per IPv6 online ist. Da ein Router, der nach den Standard-Spezifikationen arbeitet, das Protokoll in diesem Fall aber blockiert, kann der Nutzer, dessen Provider schon auf das neue Internet-Protokoll umgestellt hat, nicht mehr mit anderen Anwendern zusammen spielen.
"Das jetzige Verhalten der Xbox One ist daher aus heutiger Sicht nicht zukunftsfähig", so die Einschätzung des Router-Herstellers. Hier ist damit zu rechnen, dass Microsoft das Problem in einem der kommenden Firmware-Updates behebt. Bis es soweit ist, bietet AVM den Nutzern seiner FritzBoxen als Workaround einen Router-Patch an. Dieser ermöglicht es, die Teredo-Sperre zu lösen und damit das Multiplayer-Gaming zuzulassen. Die angepasste Software ist für das Modell 7360 bereits verfügbar, bei anderen steht eine Vorabversion zur Verfügung.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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