Gesundheits-Apps kommen unter staatliche Kontrolle

Die US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) will verschiedene Smartphone-Apps zukünftig einer Kontrolle unterziehen, die mit der von medizinischen Gerätschaften gleichzusetzen ist. Damit reagiert die Organisation, die unter anderem für die Zulassung von Medikamenten zuständig ist, auf die zunehmende Bedeutung entsprechender Anwendungen im medizinischen Bereich. Wie die Behörde mitteilte, sehe man bei den meisten Apps für Smartphones keine Risiken für den Nutzer. Allerdings gebe es in den Gesundheits-Kategorien von Apples AppStore im im Play Store von Google durchaus auch Angebote, die einer strengeren Kontrolle bedürfen.

Hier geht es um Apps, die aus dem Mobiltelefon in der Praxis tatsächlich so etwas wie ein medizinisches Gerät machen. Diese würden entsprechend die gleichen Risiken mit sich bringen, wenn sie fehlerhaft arbeiten oder nicht sachgerecht eingesetzt werden, hieß es. Bei der Regulierung wolle man hier einerseits gewährleisten, dass Patienten bestmöglich geschützt werden, andererseits die Innovationskraft im Mobile-Bereich nicht gehemmt wird.

In den Gesundheits-Kategorien finden sich zahlreiche Apps, mit denen man beispielsweise in einigen Ländern auf seine medizinischen Akten zugreifen, nach Informationen über Krankheiten suchen oder die eigenen Zipperlein protokollieren kann. Diese sind der FDA herzlich egal. Allerdings gibt es eben auch einen kleinen Teil, der das Smartphone beispielsweise mit Blutdruck-Geräten verbindet oder ähnlich konkrete medizinische Anwendungen unterstützt. Diese sollen näher unter die Lupe genommen werden.

Auch wenn es sich dabei bisher um recht wenige Angebote handelt, hat man bei der Behörde doch einen klaren Trend ausgemacht. Von hundert mobilen Anwendungen, die in den letzten zehn Jahren bereits geprüft wurden, entfallen allein rund 40 auf die letzten zwei Jahre. Da mit der fortschreitenden Verbreitung und den wachsenden Fähigkeiten von Smartphones immer mehr Einsatzgebiete erschlossen werden, soll hier also mehr Aufmerksamkeit hingehen.
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