EA: Keine Lobbyarbeit für Next-Gen-Kopierschutz

Wenn es um das Thema Kopierschutz und sonstige Nutzergängelung geht, fällt der Verdacht schnell auf Electronic Arts: Der Großpublisher beteuert allerdings entschieden, sich für DRM-Maßnahmen bei der nächsten Konsolengeneration eingesetzt zu haben.
Logo, Electronic Arts, Ea, Headquarter
Electronic Arts
Peter Moore, Chief Operating Officer (COO) bei Electronic Arts, bestritt in einem Interview mit dem Gaming-Blog Polygon im Rahmen der derzeit stattfindenden Spielemesse E3, dass sein Unternehmen Lobbyarbeit in Sachen Gebrauchtspiele-Sperre betrieben habe. EA habe weder Microsoft noch Sony dazu gedrängt, Einschränkungen beim Weiterverkauf von Games zu implementieren, so der EA-Manager.

Moore sagte dazu: "EA hatte niemals ein Gespräch, und ich war bei allen dabei, mit den Herstellern, in dem es (seitens EA) geheißen hat, dass diese ein derartiges System einbauen müssten", so der frühere Microsoft-Topmanager. Moore verwies auch darauf, dass er sich bereits in Vergangenheit für Gebrauchtspiele bzw. den dazugehörigen Markt ausgesprochen habe.

Siehe auch: E3 2013 - Die Neuvorstellungen von EA im Überblick

Im Vorfeld der Spielemesse E3 hatte Microsoft bestätigt, dass die Xbox One eine derartige Gebrauchtspielesperre mitbringen werde, die Entscheidung über deren Einsatz aber den jeweiligen Publishern überlassen sein werde. Sony hat beteuert, dass man nichts Derartiges bei der PlayStation 4 einbauen werde, allerdings hat Sony-US-Chef Jack Tretton inzwischen gemeint, dass man zumindest die Möglichkeit zu so genannten Online-Pässen (für diverse Internet-Funktionalitäten) integrieren wird.

Electronic Arts wird von der Online-Pass-Option aber keinen Gebrauch machen: Das Unternehmen hat bereits vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass man darauf verzichten wird, auch rückwirkend werden Spiele von diesen Pässen befreit. Auch die nun getätigten Aussagen von Peter Moore lassen darauf schließen, dass das Thema bei EA endgültig durch ist: Moore bezeichnete das lange praktizierte System als "Fehler", da es nicht konsumentenfreundlich war.

Siehe auch: EA - Online Pass wird auch für alte Titel abgeschafft
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