Netzagentur ruft Nutzer zu Anschluss-Tests auf
Die Bundesnetzagentur will ihre bundesweite Messkampagne zur Netzneutralität ausweiten. Anwender sollen dabei von ihrem heimischen Internet-Anschluss aus prüfen, ob der Datenverkehr bei bestimmten Anwendungen mit unterschiedlichen Datenraten transportiert wird.
Seit vergangenem Jahr bietet die Bundesnetzagentur Anwendern bereits die Möglichkeit, die Geschwindigkeit ihres Breitbandanschlusses zu testen. "Das bisherige Angebot ist auf ein sehr großes Echo gestoßen. Im vergangenen Jahr haben Endkunden den Breitbandtest rund eine halbe Million mal genutzt, um die Dienstequalität ihres Breitbandanschlusses zu überprüfen. Ich hoffe, dass auch die Messungen zu Aspekten der Netzneutralität eine solche Resonanz hervorrufen", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
Die Messungen dienen der Behörde dazu, einen Überblick über den Status quo von wichtigen Teilaspekten der Netzneutralität in Deutschland zu erhalten. Insbesondere wird untersucht, ob es beispielsweise Unterschiede zwischen Anbietern, verschiedenen Technologien oder geographische Unterschiede gibt. Für ein genaues Bild benötigt die Bundesnetzagentur die Mithilfe möglichst vieler Internetnutzer.
"Unser Ziel ist es, die Transparenz für die Kunden zu erhöhen. Transparenz ist neben Wettbewerb und effizienten Wechselprozessen ein wichtiger Baustein zur Sicherung der Netzneutralität", betonte Homann. Der Test kann direkt im Browser über eine entsprechende Java-Anwendung gestartet werden, die unter Initiative-Netzqualitaet.de bereitgestellt wird.
In den letzten Jahren gab es seitens der Provider immer wieder Versuche, die Netzneutralität - also das Prinzip, alle Datenpakete gleich zu behandeln - auszuhöhlen. Bei den Nutzern mit stationären Internet-Zugängen wird das vor allem dann spürbar, wenn die Bandbreiten auf Ports gedrosselt werden, über die Filesharing-Netze kommunizieren. Deutlich weiter fortgeschritten ist das Problem im Mobilfunk, wo beispielsweise VoIP- und P2P-Anwendungen komplett blockiert werden und einige Dienste auch dann noch mit voller Datenrate durchgereicht werden, wenn andere nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit erreichbar sind.
Die Messungen dienen der Behörde dazu, einen Überblick über den Status quo von wichtigen Teilaspekten der Netzneutralität in Deutschland zu erhalten. Insbesondere wird untersucht, ob es beispielsweise Unterschiede zwischen Anbietern, verschiedenen Technologien oder geographische Unterschiede gibt. Für ein genaues Bild benötigt die Bundesnetzagentur die Mithilfe möglichst vieler Internetnutzer.
"Unser Ziel ist es, die Transparenz für die Kunden zu erhöhen. Transparenz ist neben Wettbewerb und effizienten Wechselprozessen ein wichtiger Baustein zur Sicherung der Netzneutralität", betonte Homann. Der Test kann direkt im Browser über eine entsprechende Java-Anwendung gestartet werden, die unter Initiative-Netzqualitaet.de bereitgestellt wird.
In den letzten Jahren gab es seitens der Provider immer wieder Versuche, die Netzneutralität - also das Prinzip, alle Datenpakete gleich zu behandeln - auszuhöhlen. Bei den Nutzern mit stationären Internet-Zugängen wird das vor allem dann spürbar, wenn die Bandbreiten auf Ports gedrosselt werden, über die Filesharing-Netze kommunizieren. Deutlich weiter fortgeschritten ist das Problem im Mobilfunk, wo beispielsweise VoIP- und P2P-Anwendungen komplett blockiert werden und einige Dienste auch dann noch mit voller Datenrate durchgereicht werden, wenn andere nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit erreichbar sind.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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