Canon zeigt sehr lichtempfindlichen Kamera-Sensor

Der Imaging-Konzern Canon hat einen neuen Kamera-Sensor entwickelt, der nach Angaben des Unternehmens die bisher höchste Lichtempfindlichkeit aufweisen soll. Diesen will der Hersteller erst einmal in Video-Kameras einsetzen.
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Canon
Die Aussteuerung der Lichtempfindlichkeit der Sensoren ist stets ein Balanceakt. Damit mehr Photonen pro Bildpunkt aufgenommen werden können und damit das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen reduziert wird, können die einzelnen Pixel vergrößert werden. Allerdings gibt es einen Punkt, an dem sich die Entwicklung der Qualität wieder umkehrt. Werden die Pixel größer und die Abstände zwischen ihnen kleiner, verwischen zunehmend die klaren Unterschiede zwischen dem, was auf dem jeweiligen Punkt dargestellt werden soll.


Letzteres Problem hat Canon bei seinem neuen Sensor durch ein neues Design offenbar weitgehend in den Griff bekommen. So gelang es, die einzelnen Pixel auf eine Größe von 19 Quadratmikrometern auszudehnen, was dem 7,5-fachen der aktuellen High End-Digitalkameras entspricht. Die Lichtausbeute pro Bildpunkt ist entsprechend stark gesteigert worden.

Wie Canon mitteilte war es dafür nicht nur nötig, dass physische Design des CMOS-Chips zu verändern, sondern auch die Rausch-Filter, die in der dahinter liegenden Elektronik integriert sind. Infolge dessen soll eine Kamera mit dem Sensor nun in der Lage sein, bemerkenswerte Aufnahmen auch unter Lichtverhältnissen zu machen, in denen selbst das menschliche Auge Probleme bekommt, Objekte klar zu identifizieren - etwa nachts, wenn ledigich der Mond als Lichtquelle zur Verfügung steht. Selbst Videoaufnehmen vom Sternenhimmel sind so mit einer bisher unbekannten Detailgenauigkeit möglich.

In seinem Demo-Video zeigt Canon so beispielsweise einen Clip, in dem der nächtliche Himmel während eines Sternschnuppen-Schauers aufgenommen wurde. Aber auch Aufnahmen bei denen lediglich der Mond oder das Glimmen eines Räucherstäbchens als Lichtquelle dienen, sind zu sehen. Der Sensor wird im Fullframe-Format produziert und soll demnächst in High End-Kameras zum Einsatz kommen. Aber auch Spezialsysteme für die Wissenschaft will Canon mit seiner Neuentwicklung ausstatten.
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