Global Foundries verhagelt AMD die Bilanzen

Der Chiphersteller AMD hat trotz ausgewiesener Verluste ein überraschend gutes Quartal hinter sich. Eine hohe Korrekturbuchung in den Bilanzen verhagelte dem Unternehmen das Gesamtergebnis, während man sich im operativen Geschäft solide schlug.
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AMD
Die Korrekturbuchung wurde durch eine Neubewertung der Lieferverträge mit dem größten für AMD tätigen Auftragshersteller Global Foundries, der ehemals eigenen Produktionssparte, nötig. Sie hatte einen Umfang von 703 Millionen Dollar und sorgte dafür, dass letztlich ein Nettoverlust von 590 Millionen Dollar unter dem Strich stand. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte AMD noch 510 Millionen Dollar Gewinn ausgewiesen.

Ohne Berücksichtigung von Sonderposten verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von 92 Millionen Dollar beziehungsweise 12 Cent je Aktie. Damit wurde die Prognose der Analysten, die sich auf 9 Cent belief, klar übertroffen. Der Umsatz sank leicht von 1,61 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf nun 1,59 Milliarden Dollar. Auch damit konnte man sich über der Prognose von 1,56 Milliarden Dollar positionieren.

Schwierig ist den Angaben zufolge vor allem das Geschäft mit Prozessoren für den PC-Markt. Infolge der gesunkenen Nachfrage und geringeren Absätzen im oberen Preissegment stagnierte der Umsatz hier. Bei der Fertigung von Grafikchips sanken die Einnahmen um 7 Prozent.

Die Analysten erwarten im Mittel, dass AMD im laufenden Quartal einen Umsatz von 1,59 Milliarden Dollar erreicht. Das Management des Unternehmens selbst blickt allerdings etwas optimistischer auf die kommende Zeit. Die Zielsetzung liegt hier bei Einnahmen zwischen 1,59 Milliarden und 1,68 Milliarden Dollar.
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