Media Saturn: Korruptionsaffäre schwelt weiter
Die Korruptionsaffäre bei der Elektro-Handelskette Media Saturn schwelt weiter. Bei einer Gesellschafterversammlung Ende Februar kam es zum Streit zwischen den Eigentümern und dem Management der Firma. Das berichtete das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' in seiner heutigen Ausgabe.
Es ging dabei um die Zukunft von zwei hochrangigen Media-Markt-Managern - und um die Frage, welche Rolle sie in der Affäre spielten. Sowohl Hauptanteilseigner Metro als auch die beiden Altgesellschafter plädierten für eine Abberufung der Manager. Die Geschäftsführung von Media Markt sperrte sich aber dagegen.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte in der vorvergangenen Woche Anklage wegen Bestechlichkeit gegen den Vertriebschef von Media Saturn sowie einen Media-Markt-Vorstand erhoben. Sie sollen über Jahre hinweg Marketing-Unternehmen Aufträge im Wert von 65 Millionen Euro zugeschanzt und im Gegenzug rund 5 Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben.
Nun stellt sich die Frage, ob und was die beiden anderen hochrangigen Deutschland-Manager davon gewusst haben. In mehreren Rechtsgutachten für die Gesellschafter des Elektromultis kommen die Prüfer zum Ergebnis, es lägen "erhebliche Anhaltspunkte für eine mögliche Verletzung von organschaftlichen und dienstvertraglichen Sorgfaltspflichten" gegen die beiden vor. Sie schlagen die Prüfung einer Schadensersatzklage vor und empfehlen eine "Verdachtskündigung", falls das "notwendige Vertrauen zerstört ist".
Inzwischen versuchen Eigentümer und Management, ihren Streit herunterzuspielen. Die Vorgänge würden geprüft. Über die Zukunft der Geschäftsführer werde erst entschieden, wenn Ende April der Abschlussbericht der Prüfer vorliege.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte in der vorvergangenen Woche Anklage wegen Bestechlichkeit gegen den Vertriebschef von Media Saturn sowie einen Media-Markt-Vorstand erhoben. Sie sollen über Jahre hinweg Marketing-Unternehmen Aufträge im Wert von 65 Millionen Euro zugeschanzt und im Gegenzug rund 5 Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben.
Nun stellt sich die Frage, ob und was die beiden anderen hochrangigen Deutschland-Manager davon gewusst haben. In mehreren Rechtsgutachten für die Gesellschafter des Elektromultis kommen die Prüfer zum Ergebnis, es lägen "erhebliche Anhaltspunkte für eine mögliche Verletzung von organschaftlichen und dienstvertraglichen Sorgfaltspflichten" gegen die beiden vor. Sie schlagen die Prüfung einer Schadensersatzklage vor und empfehlen eine "Verdachtskündigung", falls das "notwendige Vertrauen zerstört ist".
Inzwischen versuchen Eigentümer und Management, ihren Streit herunterzuspielen. Die Vorgänge würden geprüft. Über die Zukunft der Geschäftsführer werde erst entschieden, wenn Ende April der Abschlussbericht der Prüfer vorliege.
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