Neuer Sony-Chef will weg vom Fokus auf Hardware

Der designierte Chef des japanischen Elektronik- und Entertainment-Konzerns Sony, Kazuo Hirai, ist der Ansicht, dass sich das Unternehmen von seiner Fixierung auf das traditionelle Hardware-Geschäft trennen muss. Dies wird voraussichtlich ein wichtiges Thema sein, wenn er im April den Posten antritt.
Sony, Logo, Silber
Sony
Wie das australische Magazin 'TechWorld' berichtet, müsse das Unternehmen seinen Focus deutlich stärker auf Software und Plattformen ausrichten, mit denen die verschiedenen Geräte des Herstellers interagieren. "Wir können das Unternehmen, das traditionell ein Hardware-Anbieter ist, in etwas größeres verwandeln", erklärte Hirai.

Viele Bereiche sind seiner Ansicht nach noch zu stark in dem alten Denken verhaftet, nachdem es vor allem darauf ankommt, gute physische Produkte anzubieten. Heute sei dies allerdings nur ein Teil dessen, was die Erfahrung des Nutzers ausmacht. Die Hardware hänge heute viel stärker von guter Software, von Inhalten und von Netzanbindungen ab.

Wo sich Sony dieses Zusammenspiels bereits bewusst ist, verzeichnet der Konzern auch durchaus Erfolge. So läuft beispielsweise das Geschäft mit der Spielekonsole Playstation, wo es eine starke Verbindung zwischen der Hardware und der dahinter liegenden Plattform gibt, vergleichsweise gut. "Die Hardware treibt hier die Software-Verkäufe und die Software die Hardware-Verkäufe an und alles ist über das Netzwerk verbunden", so Hirai.

Der Manager übernimmt den Posten vom bisherigen Konzernchef Howard Stringer. Dieser versuchte über Jahre den angeschlagenen Konzern wieder auf die Gewinnerstraße zu führen. Dafür wurden verschiedene Geschäftsbereiche eingestellt und ein umfassender Umbau vorangetrieben. Offenbar gelang es ihm aber nicht, Sony parallel schnell genug auf die sich verändernden Bedingungen am Markt einzustellen. Dies endet nun darin, dass der Konzern sein laufendes Geschäftsjahr im März voraussichtlich mit einem Verlust von rund 3 Milliarden Dollar abschließen wird.
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