Torrent-Sites: Zwischen Angst und 'Jetzt erst recht'
Nachdem gestern die Torrent-Seite BTJunkie dicht gemacht hat, überlegen nun weitere große Verzeichnisse ihre Dienste einzustellen. Hintergrund sind die jüngsten Schließungen und Verhaftungen im Zusammenhang mit Filesharing-Sites.
Unter dem Titel "Ist BitTorrent erledigt?" schreibt 'TorrentFreak', dass einige bekannte Angebote dieser Art es offenbar BTJunkie nachmachen und sicherheitshalber ihre Seiten schließen wollen. Demnach planen mindestens zwei Websites aus der Top-10 der beliebtesten Torrent-Verzeichnisse ein freiwilliges Ende.
Welche das sind, nannte 'TorrentFreak' nicht, zitiert aber den Admin einer der Seiten: "Wir haben noch bevor BTJunkie es gemacht hat, über eine mögliche Schließung der Seite gesprochen", so der Betreiber, der anonym bleiben wollte.
Viele Torrent-Verzeichnisse haben Angst vor diesem Bild
Wenig überraschend ist der Grund für diese Überlegungen: das Aus für den Filehoster Megaupload. Die konzentrierte Aktion der Behörden hat ihre abschreckende Wirkung nicht verfehlt. Das bestätigt auch der zuvor erwähnte Admin: "Einige Leute aus dem Team haben nach der Megaupload-Aktion beschlossen, dass sie mit der Seite nichts mehr zu tun haben wollen."
Dabei geben die Beteiligten an, dass die Tatsache, dass ein deutscher Staatsbürger in Neuseeland auf Wunsch der US-Behörden verhaftet werden kann, eine große Rolle spiele. Wenn man in Verbindung mit einer Filesharing-Seite steht, könne man inzwischen nirgends mehr sicher sein. "Es entwickelt sich zu einer Hexenjagd. Das ist besorgniserregend", sagte der Admin gegenüber TorrentFreak.
Die immer größer werdende Angst trifft auch auf Leute zu, die nach Möglichkeit mit den Inhabern von Urheberrechten kooperieren und Copyright-geschützte Inhalte (bzw. Links dazu) auf Anfrage sofort entfernen. Auch sie werden immer unsicherer, ob nicht auch sie zum Ziel der nächsten Ermittlungen werden könnten.
Allerdings berichtet TorrentFreak, dass bei einigen Seiten auch eine "Jetzt erst recht"-Stimmung herrscht, dazu zählt etwa isoHunt.com. Deren Betreiber Gary Fung, der sich bereits mehrfach mit der Content-Industrie vor Gericht gestritten hat, sagte: "Nach sechs Jahren und zwei Zivilrechtsprozessen sind wir immer noch da. Für uns ist das nichts Neues. Ob Lokitorrent oder Suprnova: Wir haben Seiten kommen und gehen gesehen. So lange das freie Internet existiert, wird es auch Sharing geben", so Fung. Er wünscht sich dabei "mehr denn je", dass "die Content-Industrien endlich aufwachen und erkennen, dass man technologischen Fortschritt nicht bekämpfen kann."
Siehe auch: Megaupload: Weitere Vorwürfe gegen die Polizei
Welche das sind, nannte 'TorrentFreak' nicht, zitiert aber den Admin einer der Seiten: "Wir haben noch bevor BTJunkie es gemacht hat, über eine mögliche Schließung der Seite gesprochen", so der Betreiber, der anonym bleiben wollte.
Viele Torrent-Verzeichnisse haben Angst vor diesem Bild
Wenig überraschend ist der Grund für diese Überlegungen: das Aus für den Filehoster Megaupload. Die konzentrierte Aktion der Behörden hat ihre abschreckende Wirkung nicht verfehlt. Das bestätigt auch der zuvor erwähnte Admin: "Einige Leute aus dem Team haben nach der Megaupload-Aktion beschlossen, dass sie mit der Seite nichts mehr zu tun haben wollen."
Dabei geben die Beteiligten an, dass die Tatsache, dass ein deutscher Staatsbürger in Neuseeland auf Wunsch der US-Behörden verhaftet werden kann, eine große Rolle spiele. Wenn man in Verbindung mit einer Filesharing-Seite steht, könne man inzwischen nirgends mehr sicher sein. "Es entwickelt sich zu einer Hexenjagd. Das ist besorgniserregend", sagte der Admin gegenüber TorrentFreak.
Die immer größer werdende Angst trifft auch auf Leute zu, die nach Möglichkeit mit den Inhabern von Urheberrechten kooperieren und Copyright-geschützte Inhalte (bzw. Links dazu) auf Anfrage sofort entfernen. Auch sie werden immer unsicherer, ob nicht auch sie zum Ziel der nächsten Ermittlungen werden könnten.
Allerdings berichtet TorrentFreak, dass bei einigen Seiten auch eine "Jetzt erst recht"-Stimmung herrscht, dazu zählt etwa isoHunt.com. Deren Betreiber Gary Fung, der sich bereits mehrfach mit der Content-Industrie vor Gericht gestritten hat, sagte: "Nach sechs Jahren und zwei Zivilrechtsprozessen sind wir immer noch da. Für uns ist das nichts Neues. Ob Lokitorrent oder Suprnova: Wir haben Seiten kommen und gehen gesehen. So lange das freie Internet existiert, wird es auch Sharing geben", so Fung. Er wünscht sich dabei "mehr denn je", dass "die Content-Industrien endlich aufwachen und erkennen, dass man technologischen Fortschritt nicht bekämpfen kann."
Siehe auch: Megaupload: Weitere Vorwürfe gegen die Polizei
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