Facebook: Zuckerberg ruft die Banken zur Ordnung
Der bevorstehende Börsengang des Social Networks Facebook versetzt die Banker in den USA offenbar in eine Stimmung, wie sie bei Kindern in der Vorweihnachtszeit zu finden ist. Während die Kleinen gern schon einmal ein paar Tage früher in Mamas Kleiderschrank nach möglichen Geschenken Ausschau halten, brodelt in der Finanzszene die Gerüchteküche.
Dies geht inzwischen so weit, dass Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sich genötigt fühlt, gestandene Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase zur Ordnung zu rufen, berichtet die 'IB Times'. Dieser drückte seinen Unmut darüber aus, dass das Bankgeheimnis schlicht nicht gewahrt wird und Informationen wie das Datum der Übermittlung der für den Börsengang benötigten Papiere an die US-Börsenaufsicht SEC am 1. Februar immer wieder im Vorfeld ausgeplaudert werden.
Zwar gab es von Zuckerberg keine eindeutige Drohung, bei den Bankvorständen ist das Signal über dessen Unmut aber durchaus angekommen. Immerhin geht es für sie darum, letztlich möglicherweise keine wichtige Rolle in dem Börsengang spielen zu dürfen - was bei der Größe Facebooks zum Wegfall signifikanter Gewinne führen könnte. Entsprechend ergingen nun klare Weisungen an die Mitarbeiter, sich mit dem Tratsch über das Social Network zurückzuhalten.
Eine Beteiligung an dem Börsengang könnte jeder Investmentbank Schätzungen zufolge erst einmal rund 40 Millionen Dollar einbringen. Eine Benachteiligung bei dem Schritt würde aber wohl nicht nur zu direkten Einschnitten führen. Die jeweilige Bank müsste damit rechnen, auch bei kommenden Börsengängen wie beispielsweise von Twitter von vornherein hintenan zu stehen.
Ein schlechter Ruf in der IT-Branche wäre für die Investmentbanken somit fatal. Denn es geht nicht nur darum, dass Facebooks Börsengang der bisher größte Deal dieser Art zu werden verspricht, sondern auch darum, welche Bedeutung der Sektor für die Finanzbranche zukünftig wohl spielen wird. Das dürfte spätestens mit dem letzten Quartalsbericht Apples klargeworden sein, mit dem der Computer-Hersteller selbst eine Reihe von mächtigen Ölkonzernen in den Schatten stellte.
Link: WinFuture bei Facebook
Zwar gab es von Zuckerberg keine eindeutige Drohung, bei den Bankvorständen ist das Signal über dessen Unmut aber durchaus angekommen. Immerhin geht es für sie darum, letztlich möglicherweise keine wichtige Rolle in dem Börsengang spielen zu dürfen - was bei der Größe Facebooks zum Wegfall signifikanter Gewinne führen könnte. Entsprechend ergingen nun klare Weisungen an die Mitarbeiter, sich mit dem Tratsch über das Social Network zurückzuhalten.
Eine Beteiligung an dem Börsengang könnte jeder Investmentbank Schätzungen zufolge erst einmal rund 40 Millionen Dollar einbringen. Eine Benachteiligung bei dem Schritt würde aber wohl nicht nur zu direkten Einschnitten führen. Die jeweilige Bank müsste damit rechnen, auch bei kommenden Börsengängen wie beispielsweise von Twitter von vornherein hintenan zu stehen.
Ein schlechter Ruf in der IT-Branche wäre für die Investmentbanken somit fatal. Denn es geht nicht nur darum, dass Facebooks Börsengang der bisher größte Deal dieser Art zu werden verspricht, sondern auch darum, welche Bedeutung der Sektor für die Finanzbranche zukünftig wohl spielen wird. Das dürfte spätestens mit dem letzten Quartalsbericht Apples klargeworden sein, mit dem der Computer-Hersteller selbst eine Reihe von mächtigen Ölkonzernen in den Schatten stellte.
Link: WinFuture bei Facebook
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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