Stiftung Warentest: App Stores sind nicht gut

Mobile Betriebssysteme Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe des Verbrauchermagazins 'test' App Stores getestet und dabei herausgefunden, dass kein Kandidat das Urteil "gut" verdient. Lediglich zwei Marktplätze wurden als "befriedigend" eingestuft, der Rest schnitt noch schlechter ab. "Dabei nahmen die Tester die Kaufabwicklung über Handy und Website näher unter die Lupe. Des weiteren untersuchten sie, wie kundenorientiert und informativ die Webseiten der App-Stores aufgebaut sind. Ein Jurist begutachtete die allgemeinen Geschäftsbedingungen der App-Anbieter, um herauszufinden, ob diese unzulässige Klauseln enthalten", fasst die Stiftung Warentest ihren Vergleichstest zusammen.

Die beiden besten App Stores bieten Microsoft und Google. Der Windows Phone Marketplace und der Android Market erhielten die Note "befriedigend". Backberry App World, Nokias Ovi Store und der Opera Mobile Store sind nur "mangelhaft". Der App Store von Apple wurde mit "ausreichend" bewertet. Vor allem die Mängel in den Geschäftsbedingungen sorgten für das vergleichsweise schlechte Abschneiden.

Bei nahezu allen Angeboten wird kritisiert, dass die Qualität der Produktinformationen nicht den Standards in Deutschland entspricht. Oftmals sind die Programmbeschreibungen lediglich in englischer Sprache verfügbar - die deutschen Übersetzungen kann man schnell als das Werk von Maschinen enttarnen.

Die AGB von Apple enthalten eine Formulierung, die Apple das Recht gibt, die Löschung personenbezogener Daten unter bestimmten Bedingungen abzulehnen. Das könnte ein "unverhältnismäßiger technischer Aufwand" oder einfach nur "extrem unpraktikabel" sein. Die Tester gehen davon aus, dass wohl nur die wenigsten Nutzer des App Stores das rund 20-seitige Dokument gelesen haben dürften.

Weitere Kritikpunkte: Nicht jeder App Store setzt seine Kunden darüber in Kenntnis, auf welche Funktionen des Telefons eine Anwendung zugreift. Bei einigen Anbietern fehlt das Impressum, so dass die Kontaktaufnahmen mit dem Dienstleister erschwert wird. Die Notwendigkeit, Kreditkartendaten selbst bei sehr kleinen Geldbeträgen zu hinterlegen, fiel den Testern ebenfalls negativ auf.
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