Kartellamt mischt sich in Kabel BW-Übernahme ein

In die geplante Übernahme des Kabelnetzbetreibers Kabel BW durch den US-Konzern Liberty Global will sich nun das Bundeskartellamt einschalten. Nach aktuellem Stand würde der Zusammenschluss durch EU-Behörden geprüft. Nun beantragte das deutsche Kartellamt aber eine Übergabe des Falles. Das berichtete das 'Handelsblatt' unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde. Hintergrund dessen, dass diese aktiv wurde, ist die Tatsache, dass die Übernahme vor allem für den deutschen Markt relevant ist. Der Umfang der Transaktion mit einem Volumen von 3,2 Milliarden Dollar spricht aber eher für eine Bewertung auf EU-Ebene.

Allerdings sieht man in Brüssel in ähnlich gelagerten Fällen meist keinen Grund, sich den Wünschen einer nationalen Behörde entgegenzustellen. Eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Zuständigkeit der jeweiligen Behörden wird voraussichtlich bis Mitte Juni fallen.

Geht der Fall an das Bundeskartellamt, stehen die Chancen für Liberty Global schlechter, den Zusammenschluss durchführen zu können. Traditionell ist das deutsche Kartellamt gegenüber großen Fusionen in dem Bereich nicht gerade besonders aufgeschlossen. Internet, Logo, Fernsehen, Telefonie, Kabelnetzbetreiber, Kabel Bw Internet, Logo, Fernsehen, Telefonie, Kabelnetzbetreiber, Kabel Bw KabelBW
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