Mobilfunk: Frankreich bereitet 4G-Einführung vor
Ursprünglich hatte sich die französische Regierung zum Ziel gesetzt, aus der Auktion Einnahmen von 2 Milliarden Euro zu ziehen. Angesichts der Ergebnisse, die in den USA, Schweden und Deutschland erreicht wurden, geht man nun aber davon aus, dass es bis zu 2,5 Milliarden Euro werden können, erklärte Industrieminister Eric Besson gegenüber der Tageszeitung 'Le Figaro'.
Für die Versteigerung sollen die verfügbaren Frequenzbereiche in eine Reihe einzelner Segmente aufgeteilt werden. So wolle man laut Besson verhindern, dass ein großer, finanzkräftiger Anbieter wie die France Telecom kleinere Mobilfunkunternehmen wie Bouygues oder Iliad problemlos aussticht und ihre Marktmacht zementiert.
Ähnlich wie in Deutschland hat man in Frankreich zwei Frequenz-Spektren zu vergeben. Zum einen gibt es Lizenzen für das 800-Megahertz-Band, das bei den Betreibern am begehrtesten ist. Hier soll die Vergabe 1,8 Milliarden Euro bringen. Hinzu kommt das 2,6-Gigahertz-Band, aus dem man sich geringere Einnahmen erwartet.
Die französische Regierung will im Juni die ersten Gebote entgegennehmen. Die Auktion soll dann im September enden. Bis zum Herbst soll dann feststehen, wer von den Bietern welche Frequenzen erhält. Das hängt nicht allein an der gebotenen Summe, sondern auch an Faktoren wie den Planungen für den Netzausbau.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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