Facebook ist das Rotlichtviertel des Internets

Social Media Für Prostituierte ist das Social Network Facebook inzwischen mit die wichtigste Plattform zum Aufbau von Kontakten zu potenziellen Freiern. Die klassische Kleinanzeige spielt so kaum noch eine Rolle. In den USA galt der Kleinanzeigendienst Craigslist lange als wichtigster Weg für Prostituierte, um über das Internet Kontakt zu Kunden aufzunehmen. Eine Studie des Soziologie-Professors Sudhir Venkatesh von der Columbia University zeigte nun aber, dass dies ein Irrtum war.

Als Craigslist entsprechende Anzeigen im vergangenen Jahr von seiner Plattform warf, war Facebook längst viel bedeutender. Laut Venkatesh haben sich New Yorker Prosituierte bereits im Jahr 2008 mit rund 25 Prozent ihrer Freier über das Social Network verabredet. Nur 3 Prozent der Kontakte kamen hingegen über Online-Kleinanzeigen zustande.


Veränderungen in der Kontaktanbahnung laut Venkatesh

Inzwischen sind laut der Studie etwa 83 Prozent aller Sexarbeiterinnen aus New York mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten. Venkatesh geht davon aus, dass das Social Network bis zum Ende dieses Jahres die führende Plattform für die Online-Kontaktanbahnung sein wird.
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