Galileo: Testbetrieb in Berchtesgaden gestartet
Unter realen Bedingungen wollen die zuständigen Entwickler nun die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genau testen. Den tatsächlichen Betrieb wird Galileo den aktuellen Plänen zufolge Anfang 2014 aufnehmen.
Wie der Hersteller von Galileo mitteilte, werden künftig nicht nur Navigationssysteme in Autos damit betrieben. Durch die angeblich sehr genaue Navigation könnten beispielsweise auch nach Naturkatastrophen Leben gerettet werden. Vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) heißt es, dass sich damit Einsätze schneller und genauer koordinieren lassen.
Auf Berggipfeln wurden für den europaweiten Testbetrieb im Berchtesgadener Land acht Sendestationen aufgebaut. Den Anwendungen soll letztlich im Testgebiet ein Signal zur Verfügung stehen, welches sich abgesehen von der Ausbreitungsrichtung von einem echten Galileo-Satellitensignal nicht unterscheiden lässt.
Im Vergleich zum US-amerikanischen Navigationssystem Global Positioning System (GPS) soll Galileo wesentlich präziser arbeiten. Es soll weltweit sogar eine metergenaue Positionsbestimmung möglich sein. Nach einer neuen Schätzung wird das europäische Satellitensystem Galileo fast zwei Milliarden Euro teurer als geplant. Insgesamt wird von knapp 5,4 Milliarden Euro ausgegangen.
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