OpenLeaks ist in die Alpha-Phase gestartet
Ziel ist es, dass der jeweilige Informant mehr Kontrolle darüber bekommt, wem er geheime Dokumente zuspielen will. OpenLeaks veröffentlicht diese nicht selbst, sondern stellt eher eine Art anonymen Briefkasten für Redaktionen oder andere Organisationen zur Verfügung.
Dadurch soll sichergestellt werden, dass die jeweiligen Informationen denen zur Verfügung gestellt werden, die auch in der Lage sind, sie auszuwerten. Dies wurde für Wikileaks mit zunehmender Popularität zum Problem. Die Plattform sitzt nach eigenen Angaben noch auf einer großen Menge von eingesandten Dokumenten, die bisher nicht veröffentlicht werden konnten, weil die Ressourcen durch die letzten Leaks ausgelastet waren.
OpenLeaks wurde von verschiedenen früheren ehemaligen Wikileaks-Mitarbeitern, darunter dem ehemaligen Sprecher Daniel Domscheit-Berg, ins Leben gerufen. Sie wollen die Fehler, die sie im Grundkonzept der Plattform erkannten, in dem neuen Projekt beheben. Sie haben außerdem den Anspruch, deutlich mehr Transparenz hinsichtlich der Betreiber als auch der Finanzen zu bieten.
An der Alpha-Phase nimmt eine kleine Zahl von Medienpartnern teil. Die Beta-Phase soll in der zweiten Jahreshälfte starten. Dann werde man zahlreiche Organisation einladen, sich an die Plattform anzudocken.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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