Angespielt: Medal of Honor - Krieg am Hindukusch

Fazit
Auch beim Fazit kann man einen Vergleich mit der realen Situation am Hindukusch heranziehen. Zwar scheitert Electronic Arts mit der Neuausrichtung von "Medal of Honor" nicht gänzlich, doch große Erfolge können auch nicht gefeiert werden. Mit etwas mehr Engagement hätte der Titel ein echter Hit werden können, denn das Szenario bietet viele Möglichkeiten.


Erfahrene Shooter-Spieler, die sich an erstklassige Titel wie "Halo Reach" oder "Modern Warfare 2" gewöhnt haben, werden von "Medal of Honor" etwas enttäuscht sein. Vor allem der fehlende Zusammenhang zwischen den Missionen wiegt schwer, denn es gibt einfach keinen roten Faden, den mal voller Spannung verfolgen kann.

Immerhin ist der Multiplayer-Modus gut gelungen, sofern wir das nach kurzer Spielzeit beurteilen können. DICE als Entwickler für diesen Part war jedenfalls eine gute Wahl.

Auch wenn Electronic Arts diese Aussage nicht mögen wird: Wer kein Interesse an einem Multiplayer-Modus hat, kann sich "Medal of Honor" getrost in einer Videothek für ein Wochenende ausleihen, denn die fünf bis sechs Stunden Spielzeit sollten sich in der angehenden kalten Jahreszeit problemlos bewältigen lassen.

Ganz ignorieren kann man "Medal of Honor" nicht, denn das Szenario ist so schön frisch und unverbraucht. Ich persönlich hoffe, dass Electronic Arts die Ideen des Spiels weiter ausbaut und einen weiteren Teil entwickeln wird, dann allerdings mit etwas mehr Engagement abseits des Marketings.

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