Analystin: Windows Phone 7 Smartphones zu teuer
Nach Ansicht von Carolina Milanesi, Analystin beim Beratungsunternehmen Gartner, kann Microsoft nur so langfristig mit Konkurrenzprodukten auf Basis von Google Android und den iPhones von Apple mithalten. Bisher mangele es an Optionen für preisorientierte Kunden, heißt es.
Der Start in den Markt mit High-End-Geräte sorgt laut Milanesi zwar für eine hohe Aufmerksamkeit, doch um den Marktanteil von Windows Phone 7 auszubauen, muss Microsoft für niedrigere Durchschnittspreise sorgen. Auf diese Weise könne man Android-basierten Produkten besser Konkurrenz machen, so die Analystin.
Hintergrund der Äußerungen von Milanesi sind die recht hohen Einstiegspreise für die ersten Geräte mit Windows Phone 7. So müssen US-Kunden in den meisten Fällen auch bei Abschluss eines Zweijahresvertrags 200 Dollar für ein Smartphone mit dem neuen Betriebssystem zahlen, während für manche Android-Modelle nur 60 Dollar und für Apples iPhone 3GS nur noch 99 Dollar mit Vertrag fällig werden.
Gartner geht derzeit davon aus, dass Microsoft seinen globalen Marktanteil bei den mobilen Betriebssystemen mit Windows Phone 7 von 4,7 Prozent im Jahr 2010 auf 5,2 Prozent in 2011 ausbauen kann. Bis 2014 sagt man allerdings unter den aktuellen Marktbedingungen einen Rückgang auf nur noch 3,9 Prozent voraus.
Um dem entgegen zu wirken, müssen Microsoft und seine Hardware-Partner nach Meinung von Milanesi schleunigst die Preise reduzieren, einen gut ausgestatteten App Store an den Start bringen und zudem Telefone präsentieren, die nicht nur funktional, sondern auch "cool" sind. Wichtig sei, Windows Phone 7 zu einer attraktiven Marke für Endkunden und nicht nur Firmenkunden zu machen.
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