Justizministerin fordert mehr Transparenz von Apple

Recht, Politik & EU Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich mit dem 'Spiegel' über die Datensammlung von Apple unterhalten und spricht sich dabei dafür aus, dass Apple offenbaren soll, welche Daten konkret erhoben werden. Zudem soll der Hard- und Softwarehersteller klarstellen, wie weit die Ausspähung seiner Kunden geht. Grundsätzlich ist Sabine Leutheusser-Schnarrenberger klar für mehr Transparenz beim Datenschutz. Geht es nach der amtierenden Bundesjustizministerin, so soll Apple offenlegen, welche Daten erfasst, wofür sie verwendet und wie lange sie gespeichert werden.

Würde Apple Persönlichkeits- oder gar Bewegungsprofile erstellen, so wäre dies in den Augen der Justizministerin undenkbar. Die vom Apple-Chef Steve Jobs immer wieder beschworene Transparenz soll nun in die Tat umgesetzt werden. Insofern sei Jobs in der Bringschuld.

Anfang dieser Woche hat Apple eine neu formulierte Datenschutzrichtlinie auf den Weg gebracht. Darin heißt es: "Um standortbezogene Dienste auf Apple-Produkten anzubieten, können Apple und unsere Partner und Lizenznehmer präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben, einschließlich des geografischen Standorts Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit. Diese Standortdaten werden in anonymisierter Weise erhoben, durch die Sie nicht persönlich identifiziert werden."

Thomas Hoeren, Richter und Professor für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht in Münster ist der Meinung, dass Apple nicht klarmacht, welche Daten von den Kunden gespeichert werden. Überdies sei unklar, wie der Speicherung der Daten widersprochen werden kann.
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