Diaspora: Studenten wollen Facebook neu erfinden

Internet & Webdienste Vier Studenten aus New York haben den Entschluss gefasst, Facebook neu erfinden zu wollen. Dabei soll der Fokus auf Themen wie Privatsphäre und Datenschutz gelegt werden. Getauft wird das Social Network auf den Namen Diaspora. Die Studenten Ilya Zhitomirskiy, Dan Grippi, Max Salzberg und Raphael Sofaer sind der Meinung, dass ein zentralisiertes Netzwerk wie beispielsweise Facebook nicht zwingend notwendig ist. Die Benutzer könnten stattdessen auch selbst ihr eigenes Netzwerk auf den Weg bringen und dieses auf eigener Infrastruktur installieren.

Folglich würden die Daten nicht auf den Servern eines Dritten gespeichert werden. Unter dem Strich sollen die Benutzer dadurch deutlich mehr Kontrolle über ihre eigenen Informationen erhalten. Die Übertragung der Nachrichten wird bei Diaspora verschlüsselt erfolgen. Der zugrunde liegende Quellcode soll unter der GPL-Lizenz frei zur Verfügung gestellt werden, heißt es.

Um eine möglichst breite Benutzermasse ansprechen zu können, werden Themen wie Benutzerfreundlichkeit und Anbindung an externe Dienste eine zentrale Rolle spielen. Unter anderem planen die Studenten eine Import-Möglichkeit aus anderen Netzwerken und Schnittstellen zu Twitter und Flickr.

Die vier Studenten zeigen sich überzeugt davon, dass Datenschutz und Privatsphäre wichtige Themen für die Nutzer Sozialer Netzwerke sind. Der Startschuss für Diaspora soll im September dieses Jahres fallen. Über eine Fund-Raising-Plattform konnte bereits mehr als 150.000 US-Dollar für dieses Vorhaben gesammelt werden. Ursprünglich war es das Ziel der Studenten, 10.000 US-Dollar auf diesem Weg zu sammeln.
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