Smartphones sollen bei Giftgas Alarm schlagen

Handys & Smartphones Smartphones sollen zukünftig als Frühwarnsystem bei Giftgas-Anschlägen oder Chemie-Unfällen zum Einsatz kommen. Ein entsprechender Sensor-Chip wäre relativ preisgünstig in die Geräte zu integrieren. Eine entsprechende Initiative wurde von der wissenschaftlichen Abteilung des US-Heimatschutzministeriums ins Leben gerufen. Dieses will Smartphones mit Sensoren ausstatten, die giftige Substanzen in der Luft erkennen können. Der Preis für einen entsprechenden Chip wird mit unter einem Dollar beziffert.

Erkennt der Sensor toxische Stoffe in der Luft, soll er eine entsprechende Meldung an den jeweiligen Netzbetreiber schicken, berichtete das Wissenschaftsmagazin 'Science Daily'. Dort werden die Daten ausgewertet und mit anderen Meldungen verglichen.

Meldet sich lediglich ein Handy, würde wohl noch nicht reagiert werden. Treffen jedoch Warnungen von mehreren Geräten in einem bestimmten Umkreis ein, könnte Alarm ausgelöst und eine Evakuierung des jeweiligen Ortes eingeleitet werden.

Dies wäre beispielsweise mit dem Versand von Warnungen per SMS an die Handy-Nutzer im Gefahrenbereich denkbar. Diese könnten dann ihre Mitmenschen im Umkreis informieren und sich in Sicherheit bringen. Dies würde eine Evakuierung deutlich beschleunigen und so eine Gefahr für Leib und Leben reduzieren.

"Unser Ziel ist es, eine einfache, kosten- und energieeffiziente Lösung zu finden", sagte Stephen Dennis, Leiter des Cell All-Projekts, das die Überlegungen umsetzen soll. Dies beinhalte auch Überlegungen zum Datenschutz der Handy-Nutzer. Bis zur Umsetzung werden aber wohl noch einige Jahre ins Land ziehen.
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