Electronic Arts: Schlechte Verkäufe schmälern Gewinn

Wirtschaft & Firmen Der Spielehersteller Electronic Arts hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2010 nach unten korrigiert, weil sich die Spiele des Unternehmens weiterhin schlechter verkaufen als erwartet. Auch das Weihnachtsgeschäft brachte keine Besserung. Die Aktie von EA reagierte mit einem verhältnismäßig starken Rückgang. Gerade in Europa läuft das Geschäft mit EAs Spielen nicht wie erhofft. Außerdem sind die Gewinnspannen gesunken, weil EA verstärkt den Vertrieb von Spielen anderer Hersteller übernommen hat, berichtet 'SeattlePI'.

Ein weiterer Grund für die bisher enttäuschenden Umsatzzahlen sind Probleme beim Vertrieb von Spielen über den US-amerikanischen Einzelhandel. Die dort zu verzeichnenden Verluste kann auch das stetig wachsende Geschäft mit dem Vertrieb von Spiele-Downloads noch nicht ausgleichen.

EA korrigierte seine Gewinnprognose für das im März endende Geschäftsjahr auf 40 bis 55 US-Cent pro Aktie. Zuvor war man von 70 Cent bis 1 Dollar pro Aktie ausgegangen. Auch Marktbeobachter rechnen bisher mit einem Gewinn von 79 Cent pro Aktie, was deutlich über EAs nun berichtigter Vorhersage liegt.

Analysten werfen EA nun vor, dass das Unternehmen derzeit einfach nicht wisse, was die Kunden wünschen. Das Kerngeschäft laufe nicht wie erhofft und Electronic Arts wisse nicht einmal warum. EA ist neben Activision Blizzard einer der beiden größten Spielehersteller der Welt.
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