Texas: Wer betrunken fährt, erscheint auf Twitter

Social Media Die lokalen Behörden der Region Montgomery County im US-Bundesstaat Texas setzen im Kampf gegen Trunkenheit am Steuer nun auch auf die Peinlichkeit, im täglichen Tratsch der Nachbarn zu erscheinen. Wer in der Zeit von Weihnachten bis Silvester von der Polizei beim Fahren erwischt wird, nachdem er Alkohol getrunken hat, muss nicht nur mit einer Strafe rechnen. Sein Name erscheint zusätzlich auch in einem Twitter-Feed, berichtet die 'NetworkWorld'.

"Das wird die Trunkenheit am Steuer nicht auf magische Art verschwinden lassen, bringt die Leute aber vielleicht dazu, ein zweites Mal darüber nachzudenken, ob sie sich noch ins Auto setzen", erläuterte der für Verkehrsrecht zuständige Staatsanwalt Warren Diepraam.

Es sei bereits geplant, die Aktion auch an anderen Feiertagen, an denen entsprechende Fälle regelmäßig zunehmen, zu wiederholen - beispielsweise am Nationalfeiertag und am Memorial Day.

In der Vergangenheit wurden die Namen auch schon mehrfach in Tageszeitungen veröffentlicht. Allerdings ist diese Praxis wegen der Unschuldsvermutung nicht unumstritten. "Mir stellt sich die Frage, ob seitens der Staatsanwaltschaft dann auch eine öffentliche Entschuldigung erfolgt, wenn ein Verfahren eingestellt oder ein Angeklagter freigesprochen wird", sagte der Rechtsanwalt Paul Kennedy.
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