IT-Ausbildung: Deutschland verliert den Anschluss

Wirtschaft & Firmen Die Bedeutung von IT-Kenntnissen nimmt auf dem europäischen Arbeitsmarkt weiter zu. In neun von zehn Berufen wird zukünftig PC-Wissen benötigt. Im Jahr 2014 wird aber noch immer etwa jeder achte deutsche Arbeitnehmer (13 Prozent) keine IT-Basiskenntnisse besitzen. Damit wird Deutschland in fünf Jahren deutlich unter dem EU-weiten Durchschnitt von 9,5 Prozent liegen. Schon heute haben 15 Prozent der Menschen in Deutschland kein Grundwissen im Umgang mit PC und Internet. Dies ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts IDC im Auftrag von Microsoft.

Neben mehr IT-Ausbildung fordern die befragten Unternehmensentscheider auch anerkannte Zertifizierungen von IT-Kenntnissen. Um dem steigenden Bedarf an IT-Qualifizierung zu begegnen, hat Microsoft bereits 2007 gemeinsam mit Partnern die Initiative IT-Fitness gegründet. Ziel der Initiative ist es, bis Ende 2010 vier Millionen Menschen in Deutschland mit kostenlosen IT-Weiterbildungsangeboten sicher im Umgang mit PC und Internet zu machen.

"Die Einschätzung der Personalverantwortlichen ist besorgniserregend. Im Hinblick auf berufsrelevante IT-Kenntnisse wird der digitale Graben zwischen Deutschland und anderen europäischen Staaten größer", sagte Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Chef von Microsoft Deutschland.

"Während andere Länder den Anteil an IT-Analphabeten in den kommenden Jahren signifikant reduzieren können, verliert Deutschland den Anschluss an Westeuropa", so Berg weiter. Er forderte daher im Vorfeld des 4. IT-Gipfels am 8. Dezember in Stuttgart von Politik und Wirtschaft mehr Investitionen in IT-Aus- und Weiterbildung.
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