Nokia reicht Klage gegen vier LCD-Hersteller ein

Recht, Politik & EU Der finnische Handyhersteller Nokia hat eine Klage gegen die vier führenden LCD-Hersteller eingereicht. Samsung Electronics, LG Display, AU Optronics und Sharp werden illegale Preisabsprachen vorgeworfen. Erst im letzten Monat hatte der US-Mobilfunker AT&T eine ähnliche Klage eingereicht. Zudem haben die US-Wettbewerbsbehörden das ungerechte Verhalten nachgewiesen und eine Strafe über 585 Millionen US-Dollar verhängt. Nokia fordert nun Schadensersatz in ungenannter Höhe sowie eine einstweilige Verfügung gegen die illegalen Preisabsprachen.

Durch die Preisabsprachen hatten die Hersteller die Preise für ihre LCDs erhöht. Nokia verbaut diese Komponenten in seinen Mobiltelefonen und anderen Endgeräten. In der Klage bezieht man sich auf ein noch laufendes Verfahren des US-Justizministeriums.

Erst im März 2009 hatte Hitachi Displays seine Schuld gestanden. Zuvor bekannten sich Chunghwa Picture Tubes und Sharp schuldig. Sie zahlten Ende 2008 eine Strafe über 585 Millionen US-Dollar. Im Juli 2009 nahm dann auch die EU-Kommission ihre Ermittlungen auf. Den Firmen drohen Bußgelder über zehn Prozent des Jahresumsatzes.
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