Lenovo: Preise für Rechner brechen um 20% ein
Wie Finanzchef Wong Wai Ming ausführte, gelang es dem Unternehmen, die Verkaufszahlen von Rechnern leicht um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Branchenweit habe die Zahl der ausgelieferten Geräte hingegen um 3,3 Prozent abgenommen.
Die Entwicklung entgegen dem Trend ist aber das Ergebnis dessen, dass sich Lenovo mit aggressiven Preissenkungen in den Konkurrenzkampf ging und sich im unteren Preissegment am besten behaupten konnte: Der durchschnittliche Verkaufspreis lag dadurch im Jahresvergleich um 20 Prozent niedriger.
Das resultierte bei dem weltweit viertgrößten Computer-Hersteller in einem Quartalsverlust von 16 Millionen Dollar. Vor einem Jahr konnte noch ein Gewinn von 110 Millionen Dollar ausgewiesen werden. Der Umsatz fiel im Berichtszeitraum um 17,9 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.
Laut Yang Yuanqing liegt das größte Problem des Unternehmens in seiner starken Abhängigkeit vom Geschäft mit Unternehmen. Diese haben ihre Investitionen in neue Rechner wegen der Weltwirtschaftskrise deutlich zurückgefahren. Im weiterhin recht gut laufenden Geschäft mit Privatkunden ist Lenovo nur in kleinem Umfang beteiligt.
"Wir können nicht davon sprechen, dass wir die Talsohle bereits erreicht haben", sagte Yang. Die Wirkung der Krise auf das Unternehmen werde sich auch in der nächsten Zeit fortsetzen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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