Lenovo gründet eigene Abteilung für ThinkPad & Co

Wirtschaft & Firmen Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat eine interne Umstrukturierung angekündigt, bei der auch die Produktsparten neu geordnet werden sollen. Die "Think"-Produkte, darunter auch das ThinkPad und der ThinkStation-Desktop, werden eine eigene Sparte ausgelagert. Zusätzlich wird eine Sparte geschaffen, die die Fertigung und Vermarktung der Produkte der Serien IdeaPad und IdeaCentre übernimmt. Lenovo will also eine deutliche Trennung zwischen seinen Abteilungen für Firmen- bzw. Endkundenprodukte vornehmen.

Die Think-Sparte konzentriert sich nach Angaben des Unternehmens künftig voll auf große Unternehmenskunden sowie anspruchsvolle kleine und mittelständische Firmen. Die Idea-Sparte soll vor allem Konsumenten ansprechen, bedient aber gleichzeitig auch kleine Firmen.

Im Rahmen des Umbaus der Konzernstruktur schafft Lenovo außerdem die für verschiedene Länder zuständigen Abteilungen ab. Stattdessen wird künftig zwischen "reifen" und "aufstrebenden" Märkten unterschieden. Die Industrieländer fallen in die erste Gruppe, während Afrika, Ostasien, China, Osteuropa, Indien, Pakistan, Taiwan, Korea, die Türkei und der Mittlere Osten zu den "Emerging Markets" gezählt werden.

Lenovo reagiert mit der Umstrukturierung auf die wachsenden wirtschaftlichen Probleme, die das Unternehmen hart treffen. Im letzten Quartal musste man einen Verlust von 97 Millionen Dollar vermelden, was den damaligen Firmenchef zur Amtsaufgabe veranlasste und 11 Prozent der Mitarbeiter ihren Job kostete.

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