Google AdWords-Werbung soll Markenrecht verletzen

Recht, Politik & EU Der Suchmaschinenbetreiber Google ist von Rosetta Stone, einem Anbieter von Software zum Erlernen von Fremdsprachen, wegen der Verletzung von Markenrechten verklagt worden. In der Auseinandersetzung geht es um Googles Werbesystem AdWords, bei dem Kunden Anzeigen in Verbindung mit bestimmten Suchwörtern schalten können. Rosetta Stone will mit der Klage unterbinden, dass andere Unternehmen seine Markennamen als Schlüsselwörter verwenden dürfen.

Wie Rosetta Stone in der Klageschrift ausführt, lassen sowohl Konkurrenten als auch Anbieter, denen man Software-Piraterie nachsagt, Anzeigen in der Google-Suche auftauchen, wenn man nach dem Namen des Klägers sucht. Die Firma sieht darin einen Missbrauch seiner Markenrechte.

Zum konkreten Fall wollte sich Google wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern. Grundsätzlich verteidigte man aber die Firmenpolitik, nach der Werbekunden Anzeigen mit Schlüsselwörtern versehen können, die einem direkten Wettbewerber zuzurechnen sind. Dies biete den Anwendern eine größere Wahlmöglichkeit.
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