Symantec und McAfee wegen Abo-Fallen verurteilt

Recht, Politik & EU Die beiden Sicherheits-Unternehmen Symantec und McAfee wurden von einem New Yorker Gericht zu Geldstrafen verurteilt, weil sie Lizenzen für ihre Software ohne Zustimmung durch die Nutzer verlängerten. Der zuständige Richter teilte die Auffassung des New Yorker Staatsanwalts Andrew M. Cuomo, dass die beiden Firmen nicht ausreichend über den Abonnement-Charakter ihrer Programme informiert hätten. Viele Kunden gingen demnach davon aus, dass sie einmalig den Kaufpreis des jeweiligen Antiviren-Programms zahlen und sich dann nicht weiter um die Modalitäten kümmern müssen.

Kündigte der Anwender daher das Vertragsverhältnis nicht rechtzeitig, wurde das Abonnement von Updates der Antiviren-Signaturen nach einem Jahr automatisch verlängert. Überraschte Kunden bekamen dann eine Rechnung von Symantec oder McAfee zugesandt.

Zwar war dieses Vorgehen in den Geschäftsbedingungen zu der Software entsprechend geregelt, allerdings wurde es den Kunden gegenüber nicht klar genug kommuniziert. Das Gericht stimmte daher mit der Staatsanwaltschaft überein, dass die beiden Unternehmen gegen das Verbraucherrecht verstoßen haben. Sie müssen nun eine Geldstrafe von jeweils 375.000 Dollar zahlen und Neukunden genauer über die Vertragsmodalitäten informieren.
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