Studie: Videospiele führen nicht immer zu Gewalt
Die Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel führte die Studie für das Bundesamt für Sozialversicherungen durch und kommt zu dem Ergebnis, dass es im Kontext von anderen problematischen Lebens- und Umweltfaktoren bei Jugendlichen zu einer erhöhten Gefährdung kommen kann. So stellte der Autor Olivier Steiner fest, dass mehr als die Hälfte der Eltern nicht weiß, welche Titel ihre Sprösslinge spielen.
64 Prozent der Erziehungsberechtigten sprechen nie oder nur selten ein Verbot gegen das Computerspielen aus. Zudem hat sich gezeigt, dass insbesondere wirtschaftlich benachteiligte Eltern ein schlechtes Medienerziehungsverhalten an den Tag legen und die Kinder bei der Nutzung von Medien nicht unterstützen. Dies ist problematisch, da die Wirkung der Medien hauptsächlich durch das Ausmaß des Konsums sowie durch die elterliche Kontrolle beeinflusst wird.
Im Fazit der Studie heißt es, dass es keine generelle Gefährdung von Jugendlichen durch den Konsum von Gewaltdarstellungen in modernen Medien gibt. "Medienwirkungen entfalten sich immer im Zusammenhang mit sozialen, personalen und medialen Kontextfaktoren, die überdies komplex vernetzt sind", erklärte Steiner.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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