VoIP: Ermittler wollen bei Überwachung kooperieren

Datenschutz Am gestrigen Freitag haben Ermittler aus der Europäischen Union beschlossen, künftig gemeinsam an der Überwindung von Verschlüsselungen bei über das Internet geführten Gesprächen zu arbeiten. Wie es heißt, werden die Aktivitäten der Fahnder in der "Europäischen Behörde für Justiz-Zusammenarbeit" (Eurojust) zusammengefasst und koordiniert. Ziel der Behörde sei keineswegs die Überwachung der Nutzer, sondern der Kampf gegen Kriminalität.

"Die Möglichkeit, die Internet-Telefonie abzuhören, wird ein ganz wesentliches Instrument im Kampf gegen die international organisierte Kriminalität in Europa und darüber hinaus sein", so Carmen Manfredda von Eurojust. "Es ist keineswegs unser Ziel, normale Verbraucher von der Nutzung der Internet-Telefonie abzuhalten."

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die rechtlichen Grundlagen für das Abhören von VoIP-Gesprächen noch nicht geklärt. Dem will sich Eurojust jedoch annehmen, heißt es. "Wir wollen verhindern, dass Kriminelle Skype und andere Systeme zur Organisierung ihrer ungesetzlichen Aktivitäten missbrauchen", erklärte Manfredda abschließend.
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