Ballmer: China hat wegen 'Piraterie' kaum Bedeutung

Microsoft Microsoft-Chef Steve Ballmer ist der Meinung, dass der chinesische Markt vorerst kaum Bedeutung für das Geschäft des Softwarekonzerns hat. Die Ursache hierfür soll die weiterhin hohe Piraterierate in China sein, gegen die die Regierung ihm zufolge nicht genug tut. Ballmer erklärte während eines Aufenthalts in Australien in der letzten Woche, dass Microsoft am chinesischen PC-Markt kaum Interesse habe. Marktbeobachter gehen davon allerdings aus, dass der Markt in China bald größer sein wird als irgendwo sonst in der Welt.

China werde für Microsoft erst finanziell relevant sein, wenn die Regierung durch eine Art Urheberrechtsreform verstärkt gegen die illegale Verbreitung von Software vorgeht. Offenbar sieht Ballmer zunächst kaum Chancen, durch eine attraktivere Preisgestaltung und weitere Maßnahmen auf Seiten von Microsoft für mehr Umsatz in China zu sorgen.

Microsoft arbeitet seit geraumer Zeit mit der chinesischen Regierung zusammen, um die illegale Verbreitung seiner Software in dem riesigen Land einzudämmen. Erst vor kurzem hatte die Einführung der Windows Genuine Advantage Echtheitsprüfung in China unter den dortigen Nutzern für einen Sturm der Entrüstung und sogar Klagen gegen Microsoft gesorgt.
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