Sony: Microsoft wollte kein besseres Windows Mobile

Handys & Smartphones Sony Ericsson musste Microsoft offenbar erst davon überzeugen, dass eine speziell angepasste Benutzeroberfläche für sein erstes Windows Mobile-Smartphone Xperia X1 besser geeignet ist, als die etwas in die Jahre gekommene Standard-Oberfläche des Handy-Betriebssystems. Der Handyhersteller hat dem Gerät ein nach eigenen Angaben besonders benutzerfreundliches Interface verpasst, das über der normalen Oberfläche von Windows Mobile 6.1 liegt. Der Nutzer bekommt neun individuell konfigurierbare "Panels" angezeigt, mit denen er häufig durchzuführende Aufgaben schneller erledigen kann.


So braucht er sich nicht erst durch die verwinkelte Menüstruktur von Windows Mobile arbeiten, um ein bestimmtes Programm auszuführen. Nach Angaben von Keisuke Kaoki, Leiter der Produkt- und Anwendungsplanung in der Convergence-Abteilung bei Sony Ericsson, war Microsofts anfängliche Reaktion zu dem für das Xperia X1 geplanten Konzept ein dreifaches "Nein".

Als man dem Softwarekonzern erste Blicke auf das Geplante ermöglichte, sei die Antwort sehr skeptisch ausgefallen. Microsoft habe sich zu diesem Zeitpunkt gewünscht, dass Sony Ericsson auch beim X1 weiter auf der Standard-Oberfläche von Windows Mobile setzen würde. Erst als man die "Panels" ausführlich vorstellte, habe sich dies geändert.

Kaoki zufolge entschied sich das obere Management des Konzerns schließlich schneller als erwartet dafür, die Ideen der Handybauer zu unterstützen. Heute arbeite man sehr eng mit Microsoft zusammen, hieß es weiter, so dass Sony Ericsson von den Redmondern nun umfangreiche Hilfestellung bei der Weiterentwicklung des Panels-Konzepts erhält.

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