Briten verbieten Selbstmord-Anleitungen im Internet
Hilfsorganisationen hatten sich darüber beklagt, dass es derzeit leichter sei, im Internet Informationen über wirksame Methoden für einen Suizid zu finden als Hilfsangebote. Zwar ist die Beihilfe zum Selbstmord in Großbritannien strafbar, bisher wurde aber noch nie ein Webseiten-Betreiber angeklagt, hieß es.
Die Gesetzesänderung soll nun klarstellen, dass auch entsprechende Webseiten unter das Verbot fallen. Zwar sei dies allein kein Wundermittel gegen Selbstmorde - insbesondere von Jugendlichen - aber ein wichtiges Signal, so Justizministerin Maria Eagle.
Die Gesetzesnovelle könnte bereits im kommenden Jahr in Kraft treten, so Eagle weiter. Sie warnte aber davor, diese zu überschätzen. Immerhin würden entsprechende Informationen häufig auf Servern in Übersee zur Verfügung gestellt, die sich der britischen Strafverfolgung entziehen.
Bei Hilfsorganisationen wie Papyrus, einer Organisation, die suizidgefährdete Jugendliche betreut, stößt das Vorhaben aber auf Zustimmung. Ziel sei es zumindest, das Verhältnis zwischen den Angeboten zu verschieben. Eine Studie kam erst kürzlich zu dem Ergebnis, dass von den vier meistfrequentierten Webseiten zu diesem Thema lediglich eine konkrete Hilfsangebote bereithielt.
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Christian Kahle
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