Windows Server: September-Update verursacht Remote-Desktop-Ausfall
Nach dem Patch-Day September klagen Windows-Administratoren weltweit über massive Ausfälle bei den Remote Desktop Services. Server frieren ein und Verbindungen brechen ab. Und ein Fix lässt vermutlich noch lange auf sich warten.
Die betroffenen Server laufen nach einem Neustart zunächst fehlerfrei. Sobald sich jedoch ein erster Nutzer abmeldet, kommt es zu Systemhängern. Neue Verbindungsversuche über das Remote Desktop Protocol bleiben bei der Meldung hängen, dass die Verbindung hergestellt wird. Bestehende Sitzungen lassen sich nicht mehr sauber trennen. Administratoren berichten, dass oft nur ein "harter Neustart" hilft.
Microsoft hat noch weitere Probleme mit den Windows-Patches bestätigt. Dazu gehören Audio-Probleme.
Unter den behobenen Fehlern befinden sich zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken. Zusätzlich wurden kritische Fehler zur Remote-Code-Ausführung direkt in den Remote Desktop Services gepatcht. Unternehmen stehen nun vor einem schwerwiegenden Dilemma. Sie müssen abwägen, ob sie ein instabiles System für den Fernzugriff oder eine hochgradig anfällige Infrastruktur in Kauf nehmen.
Seid ihr von den aktuellen Server-Ausfällen betroffen und wie geht ihr damit um? Teilt eure Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren!
Siehe auch:
RDS-Ausfall nach September-Update
Das Problem mit den Remote Desktop Services (RDS) tritt unmittelbar nach Installation der kumulativen Updates auf, die Microsoft im Rahmen des Patch-Days am 8. September veröffentlicht hat. Betroffen sind vor allem Systeme mit Windows Server 2019, 2022 und 2025.Die betroffenen Server laufen nach einem Neustart zunächst fehlerfrei. Sobald sich jedoch ein erster Nutzer abmeldet, kommt es zu Systemhängern. Neue Verbindungsversuche über das Remote Desktop Protocol bleiben bei der Meldung hängen, dass die Verbindung hergestellt wird. Bestehende Sitzungen lassen sich nicht mehr sauber trennen. Administratoren berichten, dass oft nur ein "harter Neustart" hilft.
Microsoft hat noch weitere Probleme mit den Windows-Patches bestätigt. Dazu gehören Audio-Probleme.
Übergangslösung: Wenn der Zugriff auf eine virtuelle Maschine über RDP nicht mehr möglich ist, können Kunden die Verbindung möglicherweise vorübergehend wiederherstellen, indem sie die betroffene virtuelle Maschine anhalten (freigeben) und neu starten.BetaNews schreibt dazu, dass Microsoft vermutet, ein Deadlock zwischen dem RDP-Dienst und dem Local Session Manager sei die Ursache. Das ist die Windows-Komponente, die für die Verwaltung von Benutzersitzungen zuständig ist. In den Protokollen tauchen häufig die Fehlercodes Event ID 20498 und Winlogon 6005 auf, welche auf Zeitüberschreitungen bei der Abmeldung hinweisen.
Sicherheitsrisiko bei Rollback
Die fehlerhaften Aktualisierungen tragen die Bezeichnungen KB5122876, KB5122882 und KB5122871. Ein Deinstallieren der Pakete stellt die Stabilität der Remote-Dienste sofort wieder her, bringt jedoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko mit sich. Der September-Patch schließt 966 Schwachstellen im gesamten Microsoft-Ökosystem.Unter den behobenen Fehlern befinden sich zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken. Zusätzlich wurden kritische Fehler zur Remote-Code-Ausführung direkt in den Remote Desktop Services gepatcht. Unternehmen stehen nun vor einem schwerwiegenden Dilemma. Sie müssen abwägen, ob sie ein instabiles System für den Fernzugriff oder eine hochgradig anfällige Infrastruktur in Kauf nehmen.
Übergangslösung vs. dauerhafte Fehlerbehebung
Microsoft hat das Problem inzwischen bestätigt und arbeitet an einer dauerhaften Lösung. Bis ein offizieller Patch zur Verfügung steht, stellt der Konzern spezielle Gruppenrichtlinien bereit, um den Fehler auf verwalteten Geräten abzumildern. Als temporäre Maßnahme empfiehlt der Hersteller zudem das Neustarten betroffener virtueller Maschinen, falls der reguläre Zugriff fehlschlägt.Seid ihr von den aktuellen Server-Ausfällen betroffen und wie geht ihr damit um? Teilt eure Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren!
Wie erkenne ich den RDS-Fehler?
Der Fehler tritt meist nicht sofort nach dem Neustart auf. Die Server laufen oft stundenlang normal, bis sich ein Nutzer abmeldet oder die Verbindung trennt. Danach bleiben neue RDP-Verbindungen beim Status "Verbinden..." hängen und bestehende Sitzungen lassen sich nicht mehr beenden.
In den Windows-Ereignisprotokollen finden Administratoren oft die Event-ID 20498 im TerminalServices-Log, die auf eine Zeitüberschreitung hinweist. Zudem warnt Winlogon häufig mit der Event-ID 6005. In schweren Fällen friert sogar der Task-Manager komplett ein.
In den Windows-Ereignisprotokollen finden Administratoren oft die Event-ID 20498 im TerminalServices-Log, die auf eine Zeitüberschreitung hinweist. Zudem warnt Winlogon häufig mit der Event-ID 6005. In schweren Fällen friert sogar der Task-Manager komplett ein.
Welche Systeme sind genau betroffen?
Microsoft hat offiziell bestätigt, dass das Problem durch die kumulativen Sicherheitsupdates vom September 2026 ausgelöst wird. Betroffen sind nahezu alle aktuellen Server-Betriebssysteme, darunter Windows Server 2012, 2016, 2019, 2022 und das neue 2025.
Auch Client-Betriebssysteme bleiben nicht verschont. Laut Microsoft können Windows 10 und Windows 11 ebenfalls Instabilitäten bei Remote-Desktop-Verbindungen aufweisen. Die spezifischen Update-Nummern variieren je nach Version, beispielsweise KB5122882 für Server 2022.
Auch Client-Betriebssysteme bleiben nicht verschont. Laut Microsoft können Windows 10 und Windows 11 ebenfalls Instabilitäten bei Remote-Desktop-Verbindungen aufweisen. Die spezifischen Update-Nummern variieren je nach Version, beispielsweise KB5122882 für Server 2022.
Gibt es einen offiziellen Fix dafür?
Ein vollständiger Patch steht aktuell noch aus. Microsoft hat jedoch offizielle Gruppenrichtlinien (Group Policies) als temporäre Lösung bereitgestellt. Diese können von IT-Abteilungen über die Computer-Konfiguration auf verwalteten Geräten verteilt werden, um das Problem zu mildern.
Wenn ein Server bereits eingefroren ist und keine neuen RDP-Verbindungen mehr zulässt, hilft laut Microsoft oft nur ein harter Neustart der betroffenen virtuellen Maschine. Dies stellt die Erreichbarkeit vorübergehend wieder her, bis die Gruppenrichtlinie greift.
Wenn ein Server bereits eingefroren ist und keine neuen RDP-Verbindungen mehr zulässt, hilft laut Microsoft oft nur ein harter Neustart der betroffenen virtuellen Maschine. Dies stellt die Erreichbarkeit vorübergehend wieder her, bis die Gruppenrichtlinie greift.
Sollte ich das Update deinstallieren?
Von einer Deinstallation wird dringend abgeraten. Das September-Update schließt über 900 Schwachstellen, darunter zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken und eine kritische RCE-Schwachstelle direkt in den Remote Desktop Services.
Wer das Update über DISM entfernt, stellt zwar die Stabilität der RDP-Verbindungen sofort wieder her, reißt aber massive Sicherheitslücken in seine Infrastruktur. IT-Profis befinden sich hier in einer Zwickmühle, weshalb die offiziellen Gruppenrichtlinien der sicherere Weg sind.
Wer das Update über DISM entfernt, stellt zwar die Stabilität der RDP-Verbindungen sofort wieder her, reißt aber massive Sicherheitslücken in seine Infrastruktur. IT-Profis befinden sich hier in einer Zwickmühle, weshalb die offiziellen Gruppenrichtlinien der sicherere Weg sind.
Helfen inoffizielle Workarounds?
In der Sysadmin-Community kursieren verschiedene Ansätze. Es heißt, dass eine Anpassung in der Registry, die eine bestimmte Audio-Umleitung deaktiviert, das Problem umgehen könne. Auch die erzwungene Umstellung des RDP-Transports auf reines TCP soll angeblich Linderung verschaffen.
Diese Methoden sind jedoch von Microsoft nicht verifiziert. Da Eingriffe in die Registry oder das Transportprotokoll unerwartete Nebenwirkungen im Arbeitsalltag haben können, sollten IT-Teams diese Workarounds nur in Testumgebungen ausprobieren und primär auf Microsofts GPOs setzen.
Diese Methoden sind jedoch von Microsoft nicht verifiziert. Da Eingriffe in die Registry oder das Transportprotokoll unerwartete Nebenwirkungen im Arbeitsalltag haben können, sollten IT-Teams diese Workarounds nur in Testumgebungen ausprobieren und primär auf Microsofts GPOs setzen.
Zusammenfassung
- RDS-Dienste frieren nach dem September-Patchday bei Abmeldungen ein
- Betroffen sind Windows-Server-Systeme sowie Windows 10 und Windows 11
- Als Ursache gilt ein Deadlock mit dem Windows Local Session Manager
- Harte Neustarts und spezielle Gruppenrichtlinien dienen als Übergang
- Ein Rollback der Patches birgt große Risiken wegen offener Lücken
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