Auf Wiedersehen Bill Gates! Was war? Was wird?
Eine ganze Industrie verabschiedet sich
Anlässlich von Gates' Ausstieg aus dem Tagesgeschäft bei Microsoft dürften bei einigen Konkurrenten durchaus die Korken knallen. Insgesamt gibt man sich jedoch sehr politisch korrekt und wünscht ihm lieber kollektiv weiterhin viel Erfolg. Einige Entscheider aus der Industrie wurden vom US-Branchendienst Cnet jüngst gefragt, wie sie zu Gates' endgültigem Abschied von Microsoft stehen.
Scott McNealy von Sun Microsystems wünschte Gates viel Glück und freute sich, dass ihm der Microsoft-Mann nun nicht mehr im Nacken sitzt. Er sei glücklich darüber, dass Gates seine Energie nun etwas Gutem widme, bei dem ihm allerdings noch einiges bevorsteht. Er bezog sich damit auf die Übernahme der Führungsrolle bei der Gates Stiftung. Auf die Frage, ob er Gates vermissen würde, hieß es: "Ich werde nicht dafür bezahlt, Gefühle zu haben. Aber ich frage mich, ob er mich vermissen wird."
Schon im Januar äußerte sich Apple-Chef Steve Jobs zu Gates' Rücktritt. Es sei ein wichtiger Schritt, wenn sich Bill Gates aus dem Geschäft bei Microsoft zurück ziehe. Gates sei für seine Leistungen zu würdigen. Microsoft hatte Ende der neunziger Jahre eins hunderte Millionen in Apple investiert und dem damals arg angeschlagenen Mac-Hersteller so unter die Arme gegriffen.
Michael Dell, der Chef des gleichnamigen PC-Herstellers würdigte Gates' Leistungen im Hinblick auf die Entwicklung der gesamten IT-Branche. Man müsse schon sehr lange suchen, um jemanden zu finden, dessen Tun ähnlich stark dafür gesorgt hat, dass Computer mittlerweile in vielen Bereichen unseres Lebens eine Rolle spielen. Auch wenn sich Gates nun seiner Stiftung zuwende, müsse man weiter ein Auge auf ihn haben.
Gut getarnte Kritik kam von George Colony, dem Chef des Marktforschungsunternehmens Forrester Research: "Konstruktiver Monopolismus ist Bill Gates' allerwichtigstes Erbe", schrieb er in seinem Weblog. Er verglich Gates mit Thomas Edison, denn beide hätten einst "ganz gute Technologien" entwickelt und dann mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass diese von mehr Menschen genutzt werden als die der Konkurrenz. Nikola Tesla und Steve Jobs würden wohl verstehen, was gemeint ist.
Mitch Kapor, einst Gründer von Lotus und heute im Vorstand von Mozilla, sieht dies bis heute offenbar ähnlich. Microsoft habe zu guten Zeiten immer konzentriert und strategisch gehandelt, im schlechtesten Fall wurde der Wettbewerb allerdings auch regelmäßig unfair. Insgesamt habe die Mentalität des "Gewinnens um jeden Preis" das Leben außerordentlich schwer gemacht.
Anlässlich von Gates' Ausstieg aus dem Tagesgeschäft bei Microsoft dürften bei einigen Konkurrenten durchaus die Korken knallen. Insgesamt gibt man sich jedoch sehr politisch korrekt und wünscht ihm lieber kollektiv weiterhin viel Erfolg. Einige Entscheider aus der Industrie wurden vom US-Branchendienst Cnet jüngst gefragt, wie sie zu Gates' endgültigem Abschied von Microsoft stehen.
Scott McNealy von Sun Microsystems wünschte Gates viel Glück und freute sich, dass ihm der Microsoft-Mann nun nicht mehr im Nacken sitzt. Er sei glücklich darüber, dass Gates seine Energie nun etwas Gutem widme, bei dem ihm allerdings noch einiges bevorsteht. Er bezog sich damit auf die Übernahme der Führungsrolle bei der Gates Stiftung. Auf die Frage, ob er Gates vermissen würde, hieß es: "Ich werde nicht dafür bezahlt, Gefühle zu haben. Aber ich frage mich, ob er mich vermissen wird."
Schon im Januar äußerte sich Apple-Chef Steve Jobs zu Gates' Rücktritt. Es sei ein wichtiger Schritt, wenn sich Bill Gates aus dem Geschäft bei Microsoft zurück ziehe. Gates sei für seine Leistungen zu würdigen. Microsoft hatte Ende der neunziger Jahre eins hunderte Millionen in Apple investiert und dem damals arg angeschlagenen Mac-Hersteller so unter die Arme gegriffen.
Michael Dell, der Chef des gleichnamigen PC-Herstellers würdigte Gates' Leistungen im Hinblick auf die Entwicklung der gesamten IT-Branche. Man müsse schon sehr lange suchen, um jemanden zu finden, dessen Tun ähnlich stark dafür gesorgt hat, dass Computer mittlerweile in vielen Bereichen unseres Lebens eine Rolle spielen. Auch wenn sich Gates nun seiner Stiftung zuwende, müsse man weiter ein Auge auf ihn haben.
Gut getarnte Kritik kam von George Colony, dem Chef des Marktforschungsunternehmens Forrester Research: "Konstruktiver Monopolismus ist Bill Gates' allerwichtigstes Erbe", schrieb er in seinem Weblog. Er verglich Gates mit Thomas Edison, denn beide hätten einst "ganz gute Technologien" entwickelt und dann mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass diese von mehr Menschen genutzt werden als die der Konkurrenz. Nikola Tesla und Steve Jobs würden wohl verstehen, was gemeint ist.
Mitch Kapor, einst Gründer von Lotus und heute im Vorstand von Mozilla, sieht dies bis heute offenbar ähnlich. Microsoft habe zu guten Zeiten immer konzentriert und strategisch gehandelt, im schlechtesten Fall wurde der Wettbewerb allerdings auch regelmäßig unfair. Insgesamt habe die Mentalität des "Gewinnens um jeden Preis" das Leben außerordentlich schwer gemacht.
Videos mit Bill Gates
- What's Next? - Netflix zeigt Zukunfts-Dokumentation mit Bill Gates
- Bill Gates gesteht Sucht: "Ich kann nicht aufhören, Wordle zu spielen"
- Bill Gates zu "neuem" Trendsport Pickleball: "Spiele es seit 50 Jahren"
- Dokumentation: Ein Leben nach Microsoft
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