Handy-Verkäufe gehen in Europa erstmals zurück

Handys & Smartphones Erstmals seit der Erfassung von Handy-Verkaufszahlen wurde ein Rückgang der Absatzmenge in Westeuropa registriert. Wie das Marktforschungsunternehmen Gartner mitteilte, wurden im ersten Quartal 16,4 Prozent weniger Geräte verkauft als im Vergleichszeitraum. Insgesamt gingen in den ersten drei Monaten des Jahres demnach 35,9 Millionen Mobiltelefone über den Ladentisch. Eine der Ursachen sehen die Marktforscher in der Entwicklung des High End-Bereiches. Um den Absatz leistungsfähiger Geräte zu steigern, deren Nutzer auch häufiger auf Mobile Internet-Angebote zurückgreifen, erhöhte man die Subventionierung und glich dies mit längeren Vertragslaufzeiten aus.

Das hatte Auswirkungen auf den Produktzyklus: Neue Geräte können erst später wieder angeschafft werden. Da der Markt in Europa nahezu gesättigt und vom Wechsel der Nutzer auf neuere Modelle abhängig ist brach das Wachstum weg.

Weltweit verzeichnete Gartner weiterhin eine zweistellige Steigerungsrate. Insgesamt verkauften die Hersteller binnen der ersten drei Monate des Jahres 294,3 Millionen Handys, das entspricht einem Wachstum um 13,6 Prozent.

Marktführer Nokia lieferte 115,2 Millionen Stück aus und konnte damit seinen Marktanteil auf 39,1 Prozent verbessern. Samsung baute mit 42,2 Millionen Geräten (14,4 Prozent) seine Position als zweitgrößter Produzent ebenfalls aus. Motorola rutschte hingegen weiter ab: 29,9 Millionen verkaufte Mobiltelefone entsprechen einem Marktanteil von 10,2 Prozent (Vorjahr: 18,4 Prozent).
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