USA: Musik-"Pirat" droht erstmals Gefängnisstrafe

Internet & Webdienste In den USA könnte jetzt erstmals ein Mann für die Verbreitung von illegalen Musik-Downloads ins Gefängnis gehen. Barry Gitarts, ehemaliges Mitglied der Release-Gruppe "Apocalypse Production Crew (APC), wurde der "Piraterie" für schuldig befunden, weswegen ihm nun eine Haftstrafe in Höhe von bis zu fünf Jahren droht. Außerdem ist eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar und mehr möglich. Der 25-Jährige war in der letzten Woche in einem Jury-Verfahren am US-Bezirksgericht des östlichen Distrikts von Virginia der "Verschwörung zum Begehen krimineller Urheberrechtsverletzungen" für schuldig befunden worden.

Er war in den Jahren 2003 und 2004 einer der führenden Köpfe von APC und betrieb einen gemieteten Server im US-Bundesstaat Texas. Der Server war von den Mitgliedern der Gruppe zum Upload und der Verbreitung von "Hunderttausenden" kopierten Musikstücken, Filmen, Spielen und anderer Software verwendet worden.

APC war im Rahmen der vom US-Justizministerium geleiteten "Operation FastLink" vom FBI zerschlagen worden. Insgesamt 15 strafrechtliche Schuldsprüche sind bereits gegen die Mitglieder der Gruppe ergangen. Das FBI hatte eine Reihe von Release-Gruppen überwacht, die als Quelle illegal kopierter urheberrechtlich geschützter Werke galten.

Es ist nicht das erste Mal, dass einem "Piraten" Gefängnis droht. Im letzten Jahr war zum Beispiel ein Mann zu 46 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er gefälschte Echtheitszertifikate für Microsoft Software vertrieben hatte. Gitarts wäre jedoch der Erste, der wegen des Hochladens von Musik in Haft muss. Das Urteil soll Anfang August verkündet werden.
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