Dell sieht Vista als Chance für Linux auf dem Desktop

Linux Auch wenn Linux weltweit bei Desktop-Systemen nur einen Marktanteil von weit unter zwei Prozent hat, ist man sich zumindest beim PC-Hersteller Dell, dass das freie Betriebssystem bald auf dem Desktop verstärkt Einzug halten wird. Als Motor für diesen Trend sieht man ausgerechnet Microsofts Windows Vista. Cole Crawford, bei Dell zuständig für IT-Strategie, sagte nach Angaben von eWeek auf der LinuxWorld Konferenz vor kurzem, dass Microsoft mit Vista die bisher größte Chance für Linux auf dem Desktop geschaffen hat. Um dies zu untermauern wies er darauf hin, dass zahlreiche Unternehmen nach einem zwischenzeitigen Umstieg auf das neue Windows bald wieder zurück zu XP gewechselt waren.

Weiterhin sei die Zahl der Entwickler, deren Programme für Windows gedacht sind, im letzten Jahr um rund 12 Prozent zurück gegangen, während die Zahl der Linux-Entwickler um 34 Prozent stieg. Insgesamt seien die Tage, in denen man an einen Anbieter wie Microsoft gebunden war, inzwischen vorbei.

Um das Ziel zu erreichen, in Zukunft Linux auf mehr Desktop-Systemen zu sehen, müsse jedoch noch einiges getan werden, so Crawford weiter. Unter anderem forderte er die Entwicklung eines Standards für die Softwarepakete. Außerdem sollten sich die verschiedenen Linux-Distributoren auf eine gemeinsame Terminplanung für neue Versionen einigen.
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