Lenovo erwirbt Microsoft-Software für 1,3 Mrd. US-$

Microsoft Microsoft widerspricht Berichten über eine schleppende Adaption von Windows Vista oft mit dem Verweis darauf, dass man innerhalb der ersten Wochen seit dem Verkaufsstart bereits 20 Millionen Lizenzen verkaufen konnte. Nun kommt ein weiteres Argument hinzu, das gleichzeitig auch noch als großer Schritt im Kampf gegen "Raubkopien" in China interpretiert werden kann. Wie Microsoft gestern mitteilte, kauft der chinesische PC-Hersteller Lenovo Lizenzen für Microsoft-Software im Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Lenovo gilt als drittgrößter Computerhersteller der Welt und hatte schon 2006 ein ähnliches Geschäft mit Microsoft geschlossen. Das Unternehmen stattet nun all seine PCs mit Windows und anderen Microsoft-Produkten wie Office aus.

Lenovo bezeichnete das Geschäft als wichtigen Schritt im Kampf gegen die Verbreitung illegaler Software in China. Die chinesische Regierung hatte Ende 2005 eine neue Regelung erlassen, wonach alle in China hergestellten Computer mit legaler Software ausgeliefert werden müssen.

Weder Lenovo noch Microsoft machten Angaben darüber, wieviel der Hersteller pro PC in Lizenzen investieren muss. Grobe Schätzungen sind dennoch anhand der Verkaufszahlen möglich. So setzte Lenovo im ersten Quartal 2007 rund 4 Millionen Einheiten ab, was sich auf 16 Millionen Stück für das ganze Jahr hochrechnen lässt - pro PC werden also knapp über 80 US-Dollar für Lizenzen fällig.
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