Anti-Spiele-Anwalt Jack Thompson droht Lizenzentzug

Spiele Jack Thompson ist unter Spielefans und -entwicklern gleichermaßen für seine teilweise absurden Klagen und den von ihm geführten leidenschaftlichen Feldzug gegen Computerspiele mit Gewaltdarstellungen bekannt. Er klagte unter anderem gegen den Spielehersteller Take 2 wegen dem bekannten Titel "Grand Theft Auto". Wie jetzt bekannt wurde, prüft die im US-Bundesstaat Florida zuständige Anwaltskammer, ob Thompson möglicherweise seine Lizenz entzogen werden muss, weil er in Briefen und E-Mails Drohungen gegen verschiedene Personen und Firmen geäußert hat.

Unter anderem schrieb er an einen Richter, einen früheren Vorsitzenden des Nationalkommittees der Republikanischen Partei, eine Anwaltskanzlei, die Spielehersteller vertritt, die Spielefirmen selbst und die Fans einer äußerst beliebten Radiosendung, dass er überzeugt sei, dass sie eine Verschwörung gegen ihn ins Leben gerufen hätten.

Noch führt die Anwaltskammer Thompson als Mitglied, doch in einem kürzlich veröffentlichten Dokument kündigte man Disziplinarmaßnahmen gegen ihn an. Thompson ist der Meinung, dass Spiele wie "Bully", "Doom" und "Grand Theft Auto" gegen die Grundsätze des christlichen Glaubens verstoßen und einer ganzen Generation von jungen Amerikanern das Töten und Vergewaltigen lehren.

Dadurch würden die Spiele zu einer "Kultur des Todes" beitragen, so die Argumentation des umstrittenen Anwalts. Er führt auch die Amokläufe von Schülern, darunter auch das "Massaker von Columbine", auf Computerspiele mit angeblich gewaltverherrlichenden Inhalten zurück. Sein aggressives Auftreten führte zu zahlreichen Beschwerden, weswegen die Anwaltskammer von Florida nun ein Vorgehen prüft.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!