Industrie fordert Streichung der Abgaben für Rohlinge

Wirtschaft & Firmen Fünf Lobbygruppen der Industrie haben sich zusammengeschlossen und fordern nun die europäischen Länder auf, die "veralteten" Abgaben auf digitalen Medien und Geräte wegfallen zu lassen. Diese waren eingeführt worden, um die Verluste der Rechteinhaber zu kompensieren, die durch illegale Kopien entstehen. Zu den Gruppen, die eine Abschaffung, oder mindestens deutliche Senkung der Abgaben fordern, gehören die Business Software Alliance (BSA), das Europen-American Business Council (EABC), die European Digital Media Association (EDiMA), die European Information and Communication Technology and Consumer Electronics Association (EICTA) und der Verband der europäischen Industrie für bespielbare Medien (RIAE). Sie haben sich als "Copyright Levies Reform Alliance" (CLRA) zusammengeschlossen.

Die CLRA bezeichnet die Abgaben als unfair und gibt an, dass sie weiterhin diskriminierend und kaum verhältnismässig seien. Man ist der Auffassung, dass die Entwicklung des Marktes für digitale Inhalte durch die Steuern stark behindert werde. Dabei führt man Daten des Marktforschungsunternehmens Forrester an, die beweisen sollen, dass die Last der Abgaben für die Verbraucher immer grösser wird.

Weiterhin heisst es, würde die Einführung von neuen Rechtemanagement- und Kopierschutzsystemen den betroffenen Staaten in der EU die Möglichkeit geben, die Erhebung der Abgaben abzuschaffen, oder zumindest stark zu reduzieren.
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