Microsoft & US-Bundesstaat verklagen Spyware-Firma

Microsoft Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Washington hat gestern unter Anwendung eines neuen Gesetzes gegen Spyware Klage gegen die Firma Secure Computer eingereicht. Dieser Schritt ist die Folge einer Zusammenarbeit zwischen dem Büro des Staatsanwalts und Microsoft. Das Unternehmen wird beschuldigt, Software zu verbreiten, die dem Nutzer vorgaukelt, der jeweilige Computer enthalte Spyware. Die Software nimmt angeblich Änderungen an der Konfiguration des Systems vor, so dass der Rechner für Attacken über das Internet ungeschützt ist.

Microsoft hat ebenfalls Klage gegen das Unternehmen eingereicht und stützt diese auf die gleichen Punkte, wie der Generalstaatsanwalt. Dieser wirft Secure Computer vor, ein erst kürzlich erlassenes Gesetz gegen Spyware und zwei weitere Regelungen sowie den von der US-Regierung erlassenen CAN-SPAM Act verletzt zu haben.

Die Ermittlungen der Behörden sollen ergeben haben, dass die angeklagte Firma ein Produkt namens "Spyware Cleaner" über Spam-Mails, PopUp-Werbung und gefälschte Links beworben und vertrieben hat, so der Generalstaatsanwalt von Washington Rob McKenna.

Der Software-Riese aus Redmond geht seit längerem in Zusammenarbeit mit US-Bundesbehörden und den lokalen Strafverfolgern der einzelnen US-Bundesstaaten gegen Spyware-Autoren vor. Werden die angeklagten Mitarbeiter von Secure Computer schuldig gesprochen, drohen ihnen bis zu 100000 US-Dollar Strafe für die Verletzung des Spyware-Gesetzes, 250 Dollar pro Verletzung des CAN-SPAM Act, 500 US-Dollar pro Verletzung des AntiSpam-Gesetzes des Staates Washington sowie 2000 US-Dollar Strafe pro Verletzung des Verbraucherschutzgesetzes.
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