AOL bringt öffentliche Netscape 8 Betaversion
Totgesagte leben länger. Nachdem bereits letzte Woche eine (pre) Beta-Version des Netscape Browsers ins Netz gelangt war (wir berichteten), folgte heute nun offiziell eine Beta-Version. Basierend auf dem Firefox Browser in der Version 1.0 setzt der Netscape Browser vor allem auf Sicherheit. Eines der Highlights ist wohl die Unterstützung der beiden bekanntesten Rendering Engines, Mozialls Gecko (Firefox) und Microsofts Trident (Internet Explorer).
Ursprünglich war die Veröffentlichung dieser Version schon für den Februar angesetzt, da man aber noch weitere Funktionen einbauen wollte, hat man den Release kurzerhand auf Anfang März verschoben - so ein AOL Sprecher.

Weiterhin ließ AOL verlauten, dass diese Beta-Version gegenüber der im November erschienenen Prototyp-Version eine komplett andere (neu programmierte) Anwendung ist. Es war jedoch nicht genug Zeit um die Änderungen aus dem erst kürzlich erschienen Firefox 1.0.1 Browser einzubauen - so AOL weiter. Dies sei allerdings auf jeden Fall noch angedacht, bevor man die Finalversion veröffentlichen wolle. Es sei an dieser Stelle jedoch auch bemerkt, dass die größte Änderung die Firefox mit der Version 1.0.1 erfahren hat, der Phishing-Schutz, Netscape sowieso nicht betrifft. Dieser bringt nämlich von Haus aus einen Schutz gegen manipulierte Adressen (URLs) mit. Außerdem führt AOL mit dieser Beta-Version das so genannte "Trust Rating" System ein - dieses warnt den Benutzer automatisch vor potenziell gefährlichen Seiten. Es basiert auf einem Blacklist-Verfahren, also eine Liste die potenzielle gefährliche Adressen eingetragen hat. Diese wird automatisch aktualisiert um den Benutzer möglichst immer auf dem neusten Stand zu halten.
Wird eine Adresse aufgerufen, die in der besagten Blacklist steht, gibt der Netscape-Browser automatisch eine Warnmeldung aus, welche den Benutzer warnt. Seiten die weder auf der "Whitelist" oder der "Blacklist" eingetragen sind, dies dürfte wohl der größte Teil des Webs sein, werden automatisch mit der aus Firefox bekannten Gecko-Engine verarbeitet - Cookies und Java ist aktiv, ActiveX hingegen nicht. Sollte das ordnungsgemäße Darstellen mit der Gecko-Engine nicht möglich sein, hat der Anwender die Möglichkeit mit einem Klick auf Microsofts Trident Engine zu wechseln - dann wird die Seite so angezeigt, wie sie im Internet Explorer aussehen würde.
Weiterhin fällt auf, dass AOL mit dieser Version - welche sich übrigens nur um eine Versionsnummer von der letzte Woche erschienene Version unterscheidet - auch einige Veränderungen am Aussehen des Browsers vorgenommen hat. So gibt es jetzt z.B. das "Multi-Bar" Feature welche mehrere anpassbare Toolbars hinter einem Icon (Button, Knopf) verbirgt. Hier lassen sich z.B. RSS Feed eintragen und damit immer die letzten News einer bestimmten Internetseite anzeigen. Den WinFuture.de RSS Feed finden Sie hier: WinFuture.rdf.
Homepage: Netscape.com
Download: NSB-Install-BETA.exe (11.7Mb, englisch)
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Sebastian Kuhbach
Redakteur bei WinFuture
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