AOL entwickelt eigenen Internet-Browser

Wirtschaft & Firmen Überschattet von den Gerüchten über einen Google- Browser hat der Internet-Provider AOL einen eigenen Browser entwickelt. Der AOL Browser läuft ohne die AOL- Software und basiert auf dem Internet Explorer von Microsoft. Die aufgekaufte Netscape-Engine wird nicht verwendet.

Im Gegensatz zum Internet Explorer bietet der AOL-Browser Features, die IE-User schon lange vermissen. Dazu gehört das Tabbed Browsing (mehrere Internetseiten in einer Programminstanz - bekannt von Mozilla und Opera), ein PopUp-Blocker (der IE 6 unter XP wurde mit dem SP2 um diese Funktion erweitert) sowie ein Spurenvernichter.


(von l. nach r.: Standard-Ansicht, Thumbnails, kontrastreiche Darstellung)

Eine Funktion, die noch kein Browser bietet, ist das Darstellen von Thumbnails beim Zeigen auf eine Schaltfläche. Zeigt man mit dem Mauszeiger auf den Zurück-Button, taucht ein kleines Bild auf, welches die Seite zeigt, auf die man gelangt, wenn man die Schaltfläche betätigt. Gleiches gilt beim Überfahren eines inaktiven Tabs.

Ein weiteres Feature ist das "Power Browsing". Es ermöglicht das einfache Vergrößern bzw. Verkleinern (Zoomen) einer Internetseite. Auch eine sehr kontrastreiche Darstellung für sehbehinderte Menschen ist damit möglich. Bei unübersichtlichen Seiten lassen sich auch alle Hyperlinks in einer Liste darstellen.

Da der Internet Explorer noch immer vom Großteil aller Internet-User genutzt wird, Microsoft ihn aber seit 2001 um keine neuen Funktionen erweitert hat, könnte der AOL-Browser sehr erfolgreich werden. Seine übersichtliche Programmoberfläche trägt einen erheblichen Teil dazu bei.

Wann der Browser erscheinen soll, ist noch nicht bekannt. Angeblich läuft der Betatest schon seit einem Monat, was darauf schließen lässt, dass es nicht mehr sehr lange dauern wird.

Quelle: eweek.com
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