Diebe klauen "Nvidia-Anhänger", finden statt KI-Chips aber nur Sand
In Kalifornien haben Diebe zwei Lkw-Anhänger des Unternehmens PlusAI gestohlen, weil sie wertvolle Nvidia-Chips erwarteten. Statt teurer KI-Hardware fanden die Täter nach dem Aufbrechen jedoch nur 18 Tonnen Sand.
Die Diebe hatten eigene Zugmaschinen auf das Gelände gebracht, die Schlösser der Anhänger geknackt und sie abtransportiert. Ironie des Ganzen: Die teuren, mit KI-Technik ausgestatteten Zugmaschinen von PlusAI ließen die Täter unangetastet auf dem Firmengelände zurück. Die Diebesfahrt endete bereits nach knapp einem Kilometer in der benachbarten Stadt Newark.
Der Sand diente einem rein praktischen Zweck. PlusAI nutzt das Gewicht als Ballast, um bei Testfahrten das reale Verhalten eines voll beladenen Lastkraftwagens zu simulieren. Die Kooperation mit Nvidia umfasst die Entwicklung von Software und Plattformen für autonome Nutzfahrzeuge, weshalb die Logos der beiden Firmen auf den Testanhängern prangten.
Für PlusAI endete der Vorfall glimpflich. Die Polizei konnte die Anhänger mitsamt der kompletten Ladung unbeschädigt an das Unternehmen übergeben. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an, Verhaftungen gab es bislang nicht.
Was meint ihr zu der Entwicklung, dass IT-Hardware zunehmend ins Visier von Kriminellen gerät? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen zu dem Thema gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
- Diebe entwendeten in Fremont zwei Lkw-Auflieger mit Nvidia-Logos
- Statt wertvoller KI-Hardware transportierten sie 18 Tonnen Sand
- Teure Zugmaschinen des KI-Startups PlusAI blieben unberührt stehen
- Ein Bekannter entdeckte die verlassenen Anhänger zufällig wieder
- Der geladene Sand diente lediglich als Ballast für Testfahrten
- Wegen hoher GPU-Preise geraten IT-Lieferungen öfter ins Visier
Falsche Beute in Kalifornien
In der kalifornischen Stadt Fremont haben Unbekannte vergangene Woche zwei Lkw-Auflieger des Startups PlusAI, das Systeme für autonomes Fahren entwickelt, gestohlen. Da die Anhänger mit großen Logos des Chip-Herstellers Nvidia versehen waren, vermuteten die Täter offenbar wertvolle Hardware für Künstliche Intelligenz im Inneren. Doch weit gefehlt: Statt teurer Technik befanden sich in den Aufliegern nur rund 18 Tonnen Sand.Die Diebe hatten eigene Zugmaschinen auf das Gelände gebracht, die Schlösser der Anhänger geknackt und sie abtransportiert. Ironie des Ganzen: Die teuren, mit KI-Technik ausgestatteten Zugmaschinen von PlusAI ließen die Täter unangetastet auf dem Firmengelände zurück. Die Diebesfahrt endete bereits nach knapp einem Kilometer in der benachbarten Stadt Newark.
Zufällige Entdeckung der Lkw
Wie Wired berichtet, ist der Diebstahl durch einen Zufall aufgeflogen. Eine Führungskraft von PlusAI habe eine Textnachricht von einem Bekannten erhalten. Er habe die Anhänger auf dem Weg zur Arbeit gesehen und ein Foto geschickt. Daraufhin alarmierte das Unternehmen die örtliche Polizei, welche die verlassenen Auflieger mit aufgebrochenen Hecktüren am Straßenrand fand.Der Sand diente einem rein praktischen Zweck. PlusAI nutzt das Gewicht als Ballast, um bei Testfahrten das reale Verhalten eines voll beladenen Lastkraftwagens zu simulieren. Die Kooperation mit Nvidia umfasst die Entwicklung von Software und Plattformen für autonome Nutzfahrzeuge, weshalb die Logos der beiden Firmen auf den Testanhängern prangten.
Steigende Kriminalität
Es ist nicht der erste Diebstahl dieser Art, denn zuletzt gab es mehrfach kriminelle Vorfälle, die auf teure IT-Komponenten abzielten. Durch den massiven Ausbau von Rechenzentren sind Bauteile wie GPUs stark im Preis gestiegen. Kriminelle haben es zunehmend auf Lieferungen von Hardware oder auch Kupferkabel abgesehen. In einigen Fällen drängten Täter sogar Begleitfahrzeuge von der Straße ab, um an die wertvolle Fracht zu gelangen.Für PlusAI endete der Vorfall glimpflich. Die Polizei konnte die Anhänger mitsamt der kompletten Ladung unbeschädigt an das Unternehmen übergeben. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an, Verhaftungen gab es bislang nicht.
Was meint ihr zu der Entwicklung, dass IT-Hardware zunehmend ins Visier von Kriminellen gerät? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen zu dem Thema gerne unten in den Kommentaren mit uns.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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